Seit kurzer Zeit und nach ärztlicher Untersuchung steht fest: Sie haben sich irgendwo Flöhe eingefangen und die Füße hinauf juckende Flohbisse, die wie ein Ausschlag ausschauen. Aber wie bekommen Sie die lästigen Plagegeister wieder los? Erfahren Sie hier mehr.
- 11.03.2011 Margarete Link
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Ungezieferhalsband für Ihre Haustiere
- Spot-On (optional)
- Dampfreinigen
- Staubsaugen
- 60 °C Wäsche für Textilien
- Antihistaminikum für Sie gegen Juckreiz
Woher kommen Ihre Flohbisse?
- Flöhe gehören zur Gattung der Insekten und werden von uns als Parasiten angesehen. Sie sind flügellos und es gibt unwahrscheinlich viele verschiedene Arten von Flöhen, nämlich 2400 verschiedene Arten. Etwa 70 von diesen Arten sind in Mitteleuropa bekannt geworden. Ein flacher, an der Seite platter Körper erleichtert den Flöhen die Bewegung in einem Fell oder den Haaren. Da Flöhe einen sehr harten Panzer aus Chinin besitzen, wie auch viele Käferarten, sind sie schwer zu zerdrücken. Harte Borsten an den Beinen des Flohs und Krallen an den Füßen lassen den Floh sicher in Ihrem Haarkleid sitzen, wenn Sie versuchen wollen, ihn mit einem Flohkamm herauszukämmen. So sind sie erst einmal schwer festzustellen. Da sie aber auch mit bloßem Auge sichtbar sind, kann man sie im Fell eines Tieres oder den Haaren eines Menschen laufen sehen.
- Die Flöhe, die uns Menschen zu schaffen machen, sind der Menschenfloh (Pulex irritans) und der Katzenfloh (Ctenocephalides felis Bouche). Der Hundefloh ist mehr auf Hunde selbst "spezialisiert", wobei der Katzenfloh auch auf Hunde und Menschen übergehen kann. Ein Flohbiss muss sich aber nicht immer auf dem Kopf befinden. Vielmehr kann es auch die Beine, Arme oder den gesamten restlichen Körper betreffen.
- Und so kann eine Übertragung stattfinden: Sie haben eine Hauskatze, die normalerweise nie ins Freie kommt. Aber sie sitzt ab und zu auf dem Fußabstreifer vor Ihrer Haustüre. Eine andere Katze, eine Freigängerkatze mit Flohbefall, riecht Ihre Hauskatze auf dem Fußabstreifer und setzt sich ebenfalls darauf. Einige Flöhe lösen sich von der Freigängerkatze und setzen sich auf den Fußabstreifer. Dort verbleiben die Flöhe, bis Ihre Hauskatze sich wieder mal auf Ihren Abstreifer setzt. Ihre Katze nimmt die Flöhe auf und trägt sie ins Haus. Jetzt mehren sich die Flöhe erst einmal auf Ihrer Hauskatze. Sind es hier genug, lassen sie sich auch auf den Liegeplätzen Ihrer Katze nieder, beispielsweise auf der Couch. Dort nisten sie sich zwischen den Couchabteilen ein und gelangen dann irgendwann auch auf Sie. So sind Sie dann zu Ihrem Flohbiss gekommen.
- Menschenflöhe sind auf dem Menschen nur sehr schwer nachzuweisen, da diese nur zur Nahrungssuche nachts den Menschen beißen. Tagsüber nisten die Flöhe dann in Ritzen, Nischen oder Bodenfugen.
Ctenocephalides felis Bouche oder Pulex irritans behandeln
- Zur Flohbekämpfung kennt man einige chemische Mittel wie beispielsweise Flohsprays oder Flohpuder, der in Apotheken erhältlich ist. Sind nur wenige Flohbisse vorhanden, reicht es, über ein bis zwei Wochen täglich gründlich Staub zu saugen.
- Ihre Haustiere sollten regelmäßig auf Flöhe untersucht werden und entweder Ungezieferhalsbänder tragen oder ein Spot-On aufgetragen bekommen. Ein Spot-On ist eine kleine Ampulle mit einer Lösung gegen Ungeziefer, das in den Nacken des Haustieres aufgeträufelt wird. Von dort verteilt es sich dann über den gesamten Körper des Tieres. Für die Haustiere sind diese Mittel ungefährlich.
- Wenn Sie gerade einen Floh auf sich laufen sehen, können Sie ihn mit Daumen und Zeigefinger fangen, ein wenig zwischen den Fingern reiben und dann in einem Glas mit Wasser loslassen. Wird der Floh richtig mit Wasser nass gemacht, versinkt er im Wasser.
- Ein Floh lässt sich nicht einfach zerdrücken, wegen seines harten Chininkörpers, daher könnte er beim Versuch, ihn zu zerdrücken, einfach davonhüpfen.
- Da sich die Flöhe überall befinden können, auch auf dem Teppich, sollten Sie mit einem Flohspray auch Teppiche, Ritzen und Nischen, wo sich Flöhe eben gerne aufhalten, mit einsprühen.
- Ihre Parkett- und Laminatböden sollten in den nächsten Wochen einer regelmäßigen Dampfreinigung unterzogen werden. Sofakissen und andere Textilien müssen einer mindestens 60 °C Wäsche unterzogen werden.
- Falls die zu behandelnde Umgebung zu groß ist, kann auch ein Kammerjäger eingeschaltet werden, der den Flöhen den Garaus macht.
- Jucken Ihre Flohbisse sehr stark, können Sie ein Juckreiz stillendes Medikament (Antihistamin-Fenistil) einsetzen. Auch Cortisonpräparate oder Antibiotika kommen auf ärztliche Anordnung infrage.