- 19.12.2011 Rainer Ellmer
- Fliesen entsprechend der Größe des Raums
- Eventuell Estrichplatten
- Fliesenkleber je nach Größe des Raums
- 1 Eimer nicht saugende Grundierung
- 1 Schwamm
- Wasserwaage
- Evt. Schwungschleifer
- Fliesenschneider
- 1 Eimer/Sack Fungenfix
- 1 Eimer zum Anrühren
- 1 Kammkelle
- 1 Glättkelle
- Fliesenkreuze
Vorbereitungen vor dem Fliesen
Bei alten Holzböden gestaltet sich das Kleben von Fliesen eher schwierig. Hier benötigen Sie zum einen eine längere Vorbereitungszeit und zum anderen ist das Verlegen zeitaufwendig.
- Zunächst sollte der Boden frei von Unebenheiten sein. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie den Holzboden zunächst mit dem Schwungschleifer schleifen, bevor Sie die Fliesen kleben können. Ebenso darf der Untergrund nicht lackiert oder gestrichen sein, in beiden Fällen ist die Farbe abzuschleifen.
- Ist der Boden stark wellig, uneben oder ausgetreten, können Sie die Fliesen nicht direkt auf dem Holboden verlegen. In diesem Fall sollten Sie fertige Estrichplatten im Baufachhandel erwerben und auslegen. Die Platten müssen nicht auf dem Holzboden befestigt werden, sondern dienen lediglich als saubere und gerade Unterlage.
- Eine Alternative zu den Estrichplatten sind Spanplatten. Diese können Sie ebenfalls nutzen, um einen geraden und glatten Untergrund zu bekommen, auf diesen sich dann die Fliesen kleben lassen. Die Spanplatten sollten allerdings mit dem Holzboden verschraubt werden.
- Sollten Sie direkt auf den Holzboden Fliesen kleben können, so ist es zu empfehlen, eine nicht saugfähige Grundierung aufzutragen.
So kleben Sie die den neuen Bodenbelag
Das Kleben der Fliesen ist in allen Fällen gleich. Angefangen wird am Ende des Raums. Sie kleben also rückwärts zur Tür hin.
- Tragen Sie immer nur für ein paar Fliesen den Kleber auf. Dieser wird dann zuerst mit der Glattkelle aufgetragen und mit der Kammkelle durchzogen.
- Die erste Fliese, die Sie kleben, sollte ungefähr einen Abstand von einem halben cm zur Wand haben.
- Wenn Sie die erste Fliese geklebt haben, wird diese mit einem Gummihammer leicht angeklopft. Achten Sie darauf, dass die Fliese nicht verrutscht.
- Legen Sie nun bei Bedarf oben und unten an der Fliese ein Fliesenkreuz an. Wenn Sie nur wenig Erfahrung mit Fliesenkleben haben, ist diese Methode unbedingt zu empfehlen. So erhalten Sie immer den gleichen Abstand von Fliese zu Fliese. Dies ist später wichtig für das Verfugen.
- Wenn Sie vier bis fünf Fliesen gelegt haben, benutzen Sie die Wasserwaage, um zu zu sehen, ob die Fliesen gerade liegen. Eventuelle Abweichungen können Sie durch die Weg- oder Zunahme von Fliesenkleber beheben.
- Verfahren Sie so bei allen Fliesen, bis der Raum fertig ist. Sollten Sie Fliesen schneiden müssen, sollten Sie sich hierzu einen Fliesenschneider anschaffen. Diese sind bereits ab 20,00 Euro im Baumarkt zu kaufen. Die Fliese wird an den Markierungen angelegt und angeritzt. Anschließend können Sie die Fliese mit den Händen brechen.
So werden die Fliesen nach dem Kleben verfugt
Bevor Sie anfangen die Fliesen zu fugen, sollten Sie diese 24 Stunden trocknen lassen. In dieser Zeit ist dringend davon abzuraten, den Raum zu betreten oder die Fliesen zu belasten.
- Rühren Sie die Fugenmasse entsprechend der Packungsanleitung auf dem Sack oder Eimer an.
- Jetzt kommt der Schwamm zum Einsatz. Schütten Sie etwas von der Fugenmasse auf die Fliesen. Feuchten Sie den Schwamm an und drücken Sie mit Kreisbewegungen die Fugenmasse zwischen den Fliesen. Diesen Vorgang nennt man "die Fugen einwaschen".
- Der Schwamm wird zwischendurch in einem Eimer Wasser ausgewaschen.
- Auch hier fangen Sie wieder am Ende des Raums an. Wenn Sie alle Fugen eingewaschen haben, sollte der Raum erneut 24 Stunden nicht betreten werden. Auf keinen Fall die Fliesen an dem Tag mit Putzmittel reinigen.
- Wenn die 24 Stunden um sind, können Sie den gefliesten Raum wie gewohnt putzen und Ihre Möbel einräumen.