- 27.12.2011 Regina Dreßel
Es gibt viele Möglichkeiten, einen feinen Braten aus irgendeinem Fleisch zu zaubern. Egal, ob es Schweinefleisch ist, Rind oder Geflügel, viele Wege führen auf den Tisch. Viele Männer und Frauen werden Ihnen bestätigen, dass ein sehr Guter davon das Braten des Fleisches im Bratschlauch ist.
Deshalb gehört Fleisch in den Bratschlauch
Jede Art des Fleischbratens hat seine Besonderheiten und auch seine Liebhaber. Für das Fleisch im Bratschlauch gibt es folgende Vorteile:
- Es lässt sich alles leicht vorbereiten und auch nach dem Braten leicht verarbeiten. Sie braten außerdem ohne Fett.
- Es ist eine sehr saubere Angelegenheit, weil es keine Spritzer im Ofen gibt und keine fettigen verkrusteten Pfannen oder sonstiges Küchenwerkzeug.
- Es entsteht genauso eine Soße, wie in der Pfanne auch. Das Fleisch brät sozusagen im eigenen Saft. Es hat sogar den Vorteil, dass man schon vorher Zutaten mit in den Schlauch gibt und das lästige Nach- oder Übergießen entfällt. Das bedeutet übrigens auch weniger Verbrennungsgefahr.
- Theoretisch könnten Sie bei richtig eingestellter Hitze und der entsprechenden Zeit sogar so lange das Haus verlassen und Einkaufen, Spazierengehen oder Sonstiges machen. Praktisch bleiben die meisten Damen und Herren aber bei laufenden Geräten doch lieber immer in der Nähe.
So bereiten Sie das Fleisch im Bratschlauch zu
- Kaufen Sie ausgeschriebenen Bratschlauch und nicht irgendetwas anderes. Sie finden ihn in jedem Supermarkt.
- Bereiten Sie das Fleisch vor. Würzen Sie es nach Ihren Wünschen, in dem Sie es richtig einreiben mit den Gewürzen, oder bestreichen Sie das Fleisch mit einer eigens vorbereiteten Marinade gründlich ein.
- Schneiden Sie ein Stück Bratschlauch von der Rolle ab. Er sollte mindestens 20 cm länger sein, als das Fleisch. Am abgeschnittenen Schlauch finden Sie auch die Schlaufe zum Zubinden.
- Schneiden Sie die Schlaufe in der Mitte durch, breiten Sie den Bratschlauch von innen auseinander und binden Sie ihn an einem Ende zu. Der Schlauch hat auch eine "Schweißnaht", die muss immer oben sein.
- Geben Sie jetzt den vorbereiteten Braten hinein und eventuell noch zusätzliche Kräuter oder Gewürze. Ganz wichtig ist ein Anteil Flüssigkeit. Das kann je nach Fleischgröße 1-3 Esslöffel Wasser, Wein, Fond oder Sonstiges sein.
- Binden Sie nun das andere Ende zu und packen Sie auch viel Luft mit ein. Schneiden Sie von oben quer zur "Schweißnaht" ruhig an 2 Stellen 1 cm tief in die Folie. Legen Sie das Bratgut jetzt auf das Ofenblech oder das Gitter und schieben Sie es in die untere Schiene des auf durchschnittlich 180° vorgeheizten Ofens.
- Die Temperatur darf 200 °Celsius auf keinen Fall überschreiten und ein Grill darf auch nicht zugeschaltet werden. Die Bratzeit richtet sich nach der Höhe des Fleisches im Schlauch oder dem Gewicht des Geflügels usw. Ein Richtwert für Fleisch ist zum Beispiel je cm Höhe ca. 12 bis 15 Minuten Bratzeit. Weitere Richtzeiten finden Sie auch auf der Packung des Bratschlauches. Nach halber Garzeit können Sie die Temperatur auch um 20° bis 40° zurückdrehen.
- Am Ende haben Sie jetzt einen leckeren Braten, den Sie vorsichtig aus dem Schlauch nehmen, indem Sie ihn oben längs aufschneiden. Den eigenen Saft oder die Soße gießen Sie vorsichtig in eine Soßenterrine.
Und schon ist alles fertig, Sie können servieren und einen traumhaft saftigen Braten genießen.