Was Sie benötigen:
  • Holzpfähle
  • dünne, laubfreie Weidenruten zum Flechten
  • Axt oder großer Hammer
  • Holzbrett als Schlagschutz
  • eventuell Erdbohrer oder Eisenstange
  • Wasserwaage
  • Richtschnur

Kreativität mit einem Flechtzaun im Garten ausleben

Bei senkrechten Weidenflechtzäunen und Rautenflechtmethoden ist das Material austriebfähig. So können Sie grüne Abgrenzungen schaffen, neue Triebe ebenso einflechten und verschneiden. Beim waagerechten Flechtzaun hat das Weidenmaterial keinen Erdkontakt und der Austrieb wird unterbunden.

  1. Aufgrund Ihrer gewünschten Länge und dem Stil vom Flechtzaun berechnen Sie die erforderlichen Pfähle. Der Abstand zwischen den senkrechten Stielen beeinflusst das Geflecht. Je enger dieser ist, umso schwerer ist das Durchschlingen der Weidenruten. Dafür erreichen Sie eine hohe Stabilität.
  2. Als Empfehlung gilt pro laufenden Meter Flechtzaun drei bis fünf Pfosten. Als Pfosten eignen sich nicht immer Weidenstecker. Diese müssen entrindet werden, um das Ausschlagen zu verhindern. Sehr dauerhaft sind Äste von Eichen, Robinien oder Edelkastanie.
  3. Ebenso können Sie mit geringer Anwachswahrscheinlichkeit kräftige Haselnusszweige nutzen. Nur gerade muss der Pfosten sein. Ansonsten können Sie passende Stiele auf dem Baumarkt kaufen.
  4. Weidenruten fallen beim Zurückschneiden von Kopfweiden an. Wenn Sie selber diese Baumpflegearbeiten in der Kommune übernehmen, erhalten Sie die Ruten vielfach kostenlos. Genehmigungen können Sie bei örtlichen Kommunen, Naturschutzbehörden und Verbänden oder Wasserwirtschaftsämtern einholen. Ebenso haben sich einige Firmen auf diesen Vertrieb spezialisiert und werben im Internet für ihre Produkte.
  5. Biegsame Weidenruten werden am besten zwischen November und März geschnitten. Dann sind diese ohne Laub.
  6. Für Beeteinfassungen können schlanke, angespitzte Stöcker von ungefähr 60 cm Länge in die Erde eingeschlagen werden. Sichtschutzwände sollen dem Wind Stand halten. Die Rundpfähle müssen kräftig und ungefähr 2,50 m lang sein.
  7. Für die gerade Flucht spannen Sie als Orientierungshilfe eine Richtschnur. Mit einem großen Hammer oder der Rückseite einer Axt schlagen Sie die angespitzten Stiele senkrecht ein. Je nach Länge können 30 bis 50 cm Einschlagtiefe erforderlich sein.
  8. Wenn Sie zwischen Stiel und Axt bei jedem Schlag ein Holzbrett halten, wird der obere Bereich Ihres Pfosten geschützt und spaltet nicht auf. Überprüfen Sie öfters mit der Wasserwaage die vertikale Korrektheit.
  9. Mit einem Erdbohrer oder einer dicken Eisenstange können Sie die Erdlöcher vorarbeiten und erleichtern sich das Einschlagen aller Holzstiele für den Flechtzaun.
  10. Wenn Sie die senkrechte Grundkonstruktion beendet haben, können Sie Ihre Flechtvorstellung realisieren.
  11. Die ein- oder zweijährigen Weidenruten sind ungefähr zwei bis drei Meter lang. Diese flechten Sie Ihrem Muster entsprechend durch die vielen Stiele. Sie können nach jeder Reihe entgegengesetzt flechten oder wechseln erst nach mehreren Reihen. Musterkombinationen sehen ebenso reizvoll aus.
  12. Das Ende und der Neubeginn einer Rute sollten im Pfostenbereich sein. Ist das nicht möglich, dann schneiden Sie etwas zurück. Knicken Sie die Spitzen ab und stecken diese in das bereits fertige Geflecht hinter dem Pfosten.
  13. Bei den einzelnen Schichten wechseln Sie Enden und Anfänge so ab, dass der dickere Bereich auf den dünneren der nächsten Rute trifft. So wirkt das Geflecht gleichmäßiger. Mit einigen Hammerschlägen auf dem Holzbrett richten Sie die Weidenruten von Ihrem Flechtzaun und reduzieren Hohlräume.

Eine interessante Idee ist das Einflechten eines Metallgitterzaunes mit elastischen Weidenruten. Hier ist der sichere, windstabile Stand bereits vorhanden und das Naturmaterial verleiht dem sachlichen Stahl einen neuen Charme.