Alle Kategorien
Suche

Flachdachbeschichtung aufbringen - so geht's

Flache Dächer haben eigene Eigenschaften, die das Verwenden von Dachziegeln unterbinden. Eine effektive und kostengünstige Alternative stellt für Sie die Flachdachbeschichtung mit Bitumenbahnen dar.

So sieht der Arbeitsgang Flachdachbeschichtung aus.
So sieht der Arbeitsgang Flachdachbeschichtung aus. © Mike Frajese / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Dachpappe
  • Bitumenschweißbahn
  • Blecheinfassung
  • Pappnägel
  • Propangasbrenner (geliehen)
  • Hakenmesser

Wie die Flachdachbeschichtung aufgebaut wird

  • Zunächst stellen Sie sicher, dass die Dachschalung tragfähig ist. Ein altes Dach weist häufig Schädigungen durch eingedrungenes Wasser auf. Solche Schadstellen müssen Sie vor der neuen Flachdachbeschichtung unbedingt ausbessern. Eine marode Unterlage bietet nicht nur schlechten Halt für die Dachhaut, sondern stellt auch eine Unfallgefahr durch Einbrechen dar.
  • Als Bindeschicht zwischen der Holzbeplankung und der Bitumenbahn dient eine Lage ungesandete Dachpappe. Sie wird angenagelt. Dann folgen die Eindeckung mit den Randstreifen aus Alublech und das Kleben der Bitumenschweißbahn.

So wird Ihr Flachdach wieder dicht

  1. Beginnen Sie mit dem Nageln der Unterschicht aus Dachpappe quer an der Traufseite. Lassen Sie die Dachpappe nicht überstehen, sondern schneiden Sie sie an den Kanten bündig ab. Alle 20 cm setzen Sie einen verzinkten Pappnagel rings um den Rand, die Oberseite ausgenommen. In der Mitte genügen Abstände von 50 cm.
  2. Die zweite und jede weitere Bahn lassen Sie immer 10 cm überlappen und nageln die Ränder wie oben beschrieben fest. Ist das Flachdach angebaut, sodass kein First vorhanden ist, lassen Sie die letzte Bahn etwa 10cm hoch an der Wand stehen. Bei hölzernem Untergrund nageln Sie den Rand an, bei massiver Wand sollten Sie den Streifen mit Kaltteer ankleben.
  3. Nun sorgen Sie mit vorgefertigten Randstreifen aus Alublech dafür, dass der Wind nicht unter die Flanken fahren kann. Die Streifen nageln Sie wie die Pappe von oben an. Den Abschluss der Flachdachbeschichtung bildet dicke Bitumenschweißbahn, die von oben beginnend längs heiß verklebt wird. Auch hier lassen Sie jede Bahn mindestens 10 cm überlappen.
  4. Die Bitumenbahn können Sie leicht über die Traufkante hinausstehen lassen. Sie soll das Randblech voll abdecken, darf es aber nicht weit überragen. Nägel haben hier nichts mehr zu suchen, das Bitumen klebt durch Erhitzen. Ein Helfer ist dabei sehr willkommen.
  5. Legen Sie die Rolle an den Rand und erwärmen Sie ihre Unterseite mit einem Flächenbrenner so lange, bis die Oberfläche deutlich schmilzt. Dann lassen Sie die Bahn fortlaufend abrollen. Stoßstellen sollten Sie leicht andrücken, die Fläche muss vorsichtig betreten werden, zu große Hitze macht die Bahn weich!

Achten Sie auf gute Abdichtung der Bahnen an einer Wand. Ein Blechstreifen ist auch hier anzuraten. Die Flachdachbeschichtung muss nicht geteert werden, sie hat eine relativ hohe Lebensdauer und ist sturmfest.

Teilen: