- 27.12.2011 Jennifer Scholz
Fingerspiele können ohne große Vorbereitungen und Hilfsmittel gespielt werden. Sie bereichern den morgendlichen Kreis im Kindergarten ebenso, wie Sie ein trauriges Kind mit einem Fingerspiel ganz schnell wieder aufheitern können. Als Erzieherin ist es nur von Vorteil, wenn Sie eine Auswahl an Fingerspielen parat haben, um sie in unterschiedlichen Situationen einzusetzen.
Fingerspiele für jede Gelegenheit - eine Anleitung
Neben dem gesprochenen Text werden bei Fingerspielen gleichzeitig Bewegungen mit den Händen, Fingern oder auch dem gesamten Körper gemacht. Wichtig ist, dass Sie als Erzieherin beides sicher beherrschen und Wert auf die Betonung der einzelnen Verse legen.
- Ein Fingerspiel für Kleinkinder geht folgendermaßen: "Klettert hier ein dicker Clown, auf den alten Bretterzaun." Winkeln Sie Ihren rechten Oberarm an und stellen Sie den Unterarm aufrecht nach oben. Zwei Finger der linken Hand "klettern", während des Sprechens, den Arm nach oben.
- "Doch der Zaun ist eingekracht." Jetzt fällt der Arm auf den Boden. "Ui, da hat der Clown gelacht: Hahahaha, hihihihi, hohoho (das Lachen 2-mal wiederholen)."
In einer weiteren Variante können Sie als Person den Clown spielen. Stellen Sie sich dazu aufrecht hin und machen Sie Kletterbewegungen. Lassen Sie sich anschließend nach vorne auf den Boden fallen und lachen Sie herzhaft mit!
Ein weiteres Spiel für Kindergartenkinder
Ältere Kindergartenkinder finden bestimmt Interesse an folgendem Fingerspiel:
- In einem sich immer wiederholenden Text werden jeweils unterschiedliche Körperteile eingesetzt, die immer eine andere Bewegung machen. Das "Däumchen" beginnt und wird während des Sprechens auf und ab bewegt. Der Text kann auch gesungen werden: "Wir spielen, wir spielen und fangen jetzt gleich an. Wir spielen, wir spielen und fangen jetzt gleich an. Und wenn das Däumchen nicht mehr kann, dann kommen jetzt die Fäuste dran."
- Die Fäuste klopfen während des Sprechens gegeneinander. Der obige Text wird wiederholt, jedoch lautet das Ende " .... und wenn das Fäustchen nicht mehr kann, dann kommt das flache Händchen dran." Die Hände werden anschließend aufeinander geklatscht.
- Nach dem Händchen "... kommt der Ellenbogen dran." Die Ellenbogen werden vor und zurückbewegt.
- Schließlich "... fängt der Fuß zu tippen an." Abwechselnd werden die Fußspitzen auf den Boden getippt.
- Zum Schluss "... fängt der Kopf zu nicken an." Der letzte Satz des Fingerspiels endet dann folgendermaßen: "Wir spielen, wir spielen und hören dann erst mal auf." (Quelle: www.zwergenorchester.de)
Fingerspiele schulen die Vorstellungskraft, die Konzentration und das Gedächtnis und sind deshalb für Kindergartenkinder eine willkommene Beschäftigung.