Fingerboard - Tricks lernen

Die meisten Fingerboard Tricks sind direkte Imitationen von echten Skateboard Tricks. Die meisten Fingerboard Tricks sind direkte Imitationen von echten Skateboard Tricks.
Das Fingerboard ist die perfekte Möglichkeit sich wie ein professioneller Skater zu fühlen - auch für Menchen, denen eigentlich das Talent zum echten Skaten fehlt oder für solche, die sich beim Einstudieren von Tricks nicht verletzen wollen. Die Mini-Skateboards werden nämlich einfach mit den Fingern gefahren und imitieren dabei die echten Skatertricks bis hin zur Perfektion. Ob Grinden, Sliden oder flippen - alles ist mit den Miniaturen möglich und das am eigenen Küchentisch. Wie auch Sie das Fingerboarden lernen und welche Basics Sie zunächst beherrschen müssen, lesen Sie hier.
Sima Moussavian
29.09.2010 Sima Moussavian
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Basics für Fingerboard- Tricks

Zunächst müssen Sie sich als Fingerboarder mit den Grundbegriffen des Skatens vertraut machen. Merken Sie sich , dass das Geländer, auf denen Sprünge ausgeführt werden, als Rail bezeichnet wird. Das Entlangrutschen des Rails auf einer oder zwei Achsen nennt man grinden. Davon zu unterscheiden ist das Sliden, bei dem der Skater über die Kante des Geländers gleitet - nicht mit dem Rollen, sondern mit der Boardunterseite. Das Board selbst wird als Deck bezeichnet, sein hochgebogenes Ende nennt man Tail und den gebogenen Spitz Nose.

  1. Einer der einfachsten Basics des Fingerboardens ist der Wheelie oder auch Manuel. Er dient oft zur Aufwertung von anderen einfachen Tricks und wird daher gerne kombiniert. Für den Wheelie auf dem Fingerboard befinden sich Ihre Finger in normaler Fahrstellung auf dem Tail, noch genauer dem vorderen Viertel des Fingerboards und Sie fahren so auf der Hinterachse, während Ihr vorderster Finger die Richtung bestimmt.
  2. Auch der Ollie zählt zu den Basics des Fingerboardens, ist jedoch schwieriger zu erlernen. Dazu befindet sich Ihr vorderer Finger auf bzw. leicht hinter der Vorderachse des Boards, der hintere Finger wird weit hinten auf dem Tail platziert, sodass das Brett einfach nach hinten weggekippt werden kann. Wenn Sie das Board nun schnell mit dem vorderen Finger hinunter drücken und gleichzeitig den hinteren Finger nach oben ziehen, poppt das Deck steil nach oben. Durch den vorderen Finger ziehen Sie das Board schließlich ein Stück nach Vorne, bevor Sie es wieder hinunter drücken. Das Erlernen des Ollies auf dem Fingerboard kann Tage aber auch Wochen dauern. Dabei kommt es neben Koordination vor allem auf Schnelligkeit und eine lockere Haltung an. Nach Belieben können Sie das Basic aus der Fahrt oder dem Stand heraus einüben. Auch ein Hindernis wie ein Bleistift kann helfen, die richtige Grundbewegung zu entdecken, genauso eine steile Fläche, weil das Deck so leichter nach oben klappt.
  3. Der Nollie ist schließlich das Gegenstück des Ollie. Zwar scheint es zunächst als müssten Sie hier den Ollie einfach nur seitenverkehrt ausführen und das Brett mit dem vorderen Finger durch die Nose herunterkicken, während diesmal der hintere Finger das Brett führt, jedoch werden Sie schnell bemerken, dass der Nollie Sie erneut viel Zeit kosten wird, weil die gegengesetzte Bewegung neu erlernt werden muss, auch wenn sie auf der Grundbewegung des Ollie aufbaut.

Sliden, Grinden und Kicken- Fingerboard Tricks lernen

  1. Beherrschen Sie den Ollie, ist der Five-O-Grind einer der wichtigsten weiterführenden Tricks. Sie fahren zunächst gerade auf ein Hindernis zu und bewegen sich durch einen hohen Ollie nach vorne. Das Board drücken Sie in der Luft nicht zu sehr nach unten oder vorne, um auf der Hinterachse zu landen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Tail das Rail, also das Hindernis nicht berührt. Grinden Sie bis zum Ende des Hindernisses und ziehen Sie das Deck dann mit etwas Schwung vom Rail herunter. Sobald Sie den Five-O-Grind flüssig beherrschen, können Sie ihn auch mit den verschiedensten Slides kombinieren.
  2. Beim Sliden eignet sich vor allem der Boardslide für Einsteiger. Zunächst fahren Sie hier parallel zum Rail an, bevor Sie mit einem Ollie hochspringen. In der Luft drehen Sie das Brett um 90° nach innen - am besten ist das zu schaffen, wenn Sie die Hand schon vor dem Ollie leicht eindrehen. Bei der Landung muss die Vorderachse über dem Rail liegen, die Boardachsen befinden sich an linker und rechter Railseite. So können Sie das Brett beim Sliden gerade ziehen, falls Sie die 90° Wende nicht vollständig in der Luft vollzogen haben. Wenn Sie langsam vom Rail sliden müssen Sie das Board beim Absprung schließlich in allerletzter Sekunde zurück in die Fahrtrichtung drehen.
  3. Wenn Sie grinden und sliden gelernt haben, ist es auch zum kicken nicht mehr weit. Einer der einfachsten Tricks aus diesem Bereich ist der Streetkick. Dabei drehen Sie das Brett um die Längsachse, aber nicht zum Körper, sondern davon weg und platzieren Sie Ihre Fingerspitze am Rand des Bretts. Es folgt ein hoher Ollie und während das Brett in der Luft ist, kicken Sie es mit der Fingerspitze sanft nach vorne, so dass es von Ihnen weg rotiert. Ihre Hand befindet sich während des Tricks nicht vor sondern über dem Board. Schließlich drehen Sie das Brett in Fahrposition zurück und landen.

Grundsätzlich gibt es bestimmt Hunderte Tricks und Trickkombinationen für das Fingerboard - alle direkt vom echten Skateboarden kopiert. Wenn Sie mit viel Übung und Geschick erst einmal diese drei erlernt haben, können Sie also ruhig selbst auf YouTube oder speziellen Fingreboardseiten für Nachschub sorgen.

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