Film-Mensch näht eigene Wunde zu - so können Sie sich im äußerstem Notfall selber behandeln

Die eigene Wunde sollten Sie nicht zunähen. Überlassen Sie das Ihrem Arzt. Die eigene Wunde sollten Sie nicht zunähen. Überlassen Sie das Ihrem Arzt.
Wie sicher sind Sie in der Ersten Hilfe? Haben Sie schon einmal versucht, sich Ihre eigene Wunde zuzunähen? Wenn ein Film-Mensch dieses tut, näht er sicher an einem Puppenarm oder Ähnlichem. Das ist auch gut so. Hier gibt´s ein paar Tricks, wie Sie sich und anderen Menschen im Notfall helfen können.
Iris Gödecker
08.02.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Mullbinde
  • Wundauflage
  • Verbandpäckchen

Ein Film-Mensch näht nicht die eigene Wunde zu

  • Wie lange liegt Ihr Erste Hilfe Kurs zurück? Wie behandeln Sie beispielsweise eine offene Wunde, eine Verbrühung oder einen Beinbruch? Wenn Sie selbst zu den Betroffenen gehören, ist es ziemlich schwierig, sich selbst zu helfen. Bei einem anderen Menschen ist das schon einfacher.
  • Wenn Sie selbst Hilfe brauchen: Haben Sie sich verbrüht? Jetzt kommt es darauf an, wie groß die Verbrühung ist. Versuchen Sie nicht den Helden zu spielen, und denken Sie auch nicht an den Film-Menschen, der sich die eigene Wunde zunäht.
  • Versorgen Sie die Wunde, indem Sie die entsprechende Stelle mindestens zehn Minuten unter lauwarmem Wasser halten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, fahren Sie zum nächsten Arzt oder ins Krankenhaus. Ansonsten rufen Sie den Notarzt. Entfernen Sie die Kleidungsstücke, aber nicht mit Gewalt. Lassen Sie es sonst besser von einem Arzt machen.
  • Wenn Sie gestürzt sind und Sie noch die Möglichkeit haben, schauen Sie erst mal, was weh tut oder ob es vielleicht eine offene Wunde gibt. Gibt es eventuell eine Fehlstellung an Armen oder Beinen, rufen Sie sofort den Notarzt.
  • Falls Sie eine offene Wunde haben, sollten Sie ebenfalls sofort den Notarzt rufen. Es bringt nicht viel, wenn Sie die Wunde selbst behandeln. Der Schuss kann nach hinten losgehen. Das Einzige, was Sie tun können, ist einen Druckverband anzulegen. Sonst könnten Sie einen Schock erleiden. Halten Sie den entsprechenden Körperteil hoch. Nehmen eine Wundauflage, ein Verbandpäcken und eine Mullbinde. Legen Sie die Wundauflage auf die Wunde und wickeln die Mullbinde darum. Danach kommt das Päckchen direkt auf die Wunde und wird mit der Mullbinde fixiert. Falls Sie alleine sind, wird es schwierig werden, falls die Wunde an einer ungünstigen Stelle liegt.
  • Sind Sie nicht betroffen, sondern Sie werden in einen Notfall verwickelt, handeln Sie bei jeder Art von Verletzung wie folgt: Überprüfen Sie die Situation und holen den Betroffenen, wenn möglich, aus der Gefahrenzone. Ist er bewusstlos, checken Sie die Vitalfunktionen: Bewusstsein, Atmung, Kreislauf. Rufen Sie sofort den Notarzt und achten Sie auf die sogenannten W-Fragen: Wo ist was passiert? Wie viele Personen sind verletzt und welche Verletzungen gibt es? Warten Sie auf eventuelle Rückfragen.
  • Jeder ist verpflichtet, bei einem Unfall nach bestem Wissen und Gewissen sofort mit lebensrettenden Maßnahmen zu beginnen. Sie können nichts falsch machen, sondern nur helfen. Falls Sie es nicht tun, können Sie sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machen. Rufen Sie auf jeden Fall immer den Notarzt.
  • Reagieren Sie bei Unfällen zügig. Je besser die Notrufzentrale informiert ist, desto höher sind die Chancen für den Betroffenen.
  • Sind Sie unsicher, machen Sie am besten beim Roten Kreuz oder Caritas einen Erste Hilfe Kurs. Das steigert das Selbstbewusstsein.
  • Auch ein Film-Mensch näht sich nicht die eigene Wunde zu.
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