Ein prasselndes Lagerfeuer verbreitet ein Gefühl von Romantik und Wildnis. Es beruhigt und strahlt eine angenehme Wärme aus - Gründe, warum beinahe jeder ein Fan von Abenden mit Lagerfeuer ist. Grundsätzlich ist es in Deutschland erlaubt, Feuer zu machen, allerdings sollte man einige Dinge beachten, damit der Abendspaß kein unschönes Ende nimmt.
- 21.12.2011 Ralf Winkler
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- geeigneten Ort
- Schaufel
- Steine
- Sand oder Erde
- Brennholz
- Löschmittel
Auch wenn der Gesetzgeber erlaubt, dass Privatleute ein Feuer machen, stellen auch kleine Brände eine potenzielle Gefahr dar. Damit nichts schiefgeht, muss man die Feuerstelle ordentlich sichern. Das liegt auch ganz in Ihrem Interesse, schließlich sind Sie es, der für eventuelle Schäden aufkommen muss.
Feuerstelle für das Feuer fertig machen
Eine Feuerstelle muss das Feuer eindämmen können und entsprechend vorbereitet werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Legen Sie zuerst mit der Schaufel eine Grube an. Diese sollte etwa 20 bis 30 Zentimeter tief sein und ausreichend Platz für das Feuer bieten, maximal aber drei Quadratmeter messen. Andernfalls würde das Feuer zu groß werden. Tiefer sollte die Grube ebenfalls nicht werden, damit das Feuer später nicht erstickt.
- Machen Sie nun einen Schutzwall aus Steinen. Nur dann ist das Feuer später auch erlaubt. Der Wall sollte ebenfalls noch einmal etwa 15 Zentimeter hoch und stabil genug sein, um nicht von allein zusammenzubrechen.
- Unterstützend können Sie dann die Lücken zwischen den Steinen mit Sand oder Erde auffüllen und so verhindern, dass sich die Glut unbemerkt einen Weg durch den Schutzring bahnt.
Hinweise, was verboten und was erlaubt ist
- Eine Feuerstelle, wie sie oben beschrieben wird, ist ausreichend gesichert, ob ein Feuer darin gemacht werden darf, entscheidet aber die Wahl des Standorts. Geeignet sind beispielsweise lehmige oder sandige Böden, auf Heide- oder Moorböden hingegen sollten Sie nie ein Feuer machen, da es unterirdisch weiterbrennen kann.
- In der näheren Umgebung sollten sich weder trockene Büsche noch hohes trockenes Gras befinden, da Funkenflug oder die bloße Hitze der Flammen einen größeren Brand auslösen könnten.
- Die Feuerwehr empfiehlt, Feuer nur mit ausreichend Abstand zu Gebäuden zu machen. Besonders wenn Holz oder Stroh zu den Baumaterialien gehören, muss der Abstand mindestens 50 Meter betragen. Größer ist der empfohlene Abstand bei Waldstücken, die mindestens 200 Meter entfernt liegen sollten.
- Wird ein Feuer entfacht, müssen immer Löschmittel wie Sand oder Wasser bereitstehen. Zudem muss stets eine erwachsene Aufsichtsperson anwesend sein, die ein Auge auf die Flammen wirft.
- Eine wichtige Rolle kommt außerdem der Wetterlage zu. Bei starkem Wind oder lang anhaltender Trockenheit sollten Sie darauf verzichten, ein Feuer zu machen. Bei Inversionswetterlagen können die Behörden es sogar verbieten. Informieren Sie sich deshalb am besten einige Tage zuvor bei der zuständigen Stelle.
- Ein Feuer zu machen, ist übrigens auch nur dann erlaubt, wenn Sie ausschließlich naturbelassenes, trockenes Holz als Brennmaterial verwenden. Selbst das Verbrennen von Laub ist nur in Ausnahmefällen gestattet.