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Feuchtraumlaminat in Fliesenoptik verlegen - so geht es

Lange Zeit galt Laminat als für Feuchträume nicht geeignet. Da das Trägermaterial eine Art Spanplatte ist, nimmt es Wasser auf und quillt in der Folge auf. Um richtiges Feuchtraumlaminat zu finden, müssen Sie gut recherchieren.

Diagonale Verlegung ist besonders anspruchsvoll.
Diagonale Verlegung ist besonders anspruchsvoll. © s.media / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Das spezielle Laminat
  • Säge
  • Holzhammer
  • Ansetzklötzchen
  • Zollstock

Feuchtraumlaminat aussuchen

  • Gemeinhin werden Sie in Baumärkten ein Laminat angeboten bekommen, das zwar unter Feuchtraumlaminat firmiert, tatsächlich aber nur gegen Spritzwasser geschützt ist. Die Hersteller versehen die Ränder der Paneele mit einer Imprägnierung, die das Eindringen von Wasser erschwert.
  • Auf diesem Feuchtraumlaminat können Sie kurz einmal darüberwischen oder eine Pfütze auftrocknen, stehengebliebenes Wasser aber wird nicht vertragen. Sobald es tiefer als in die Randzone eingedrungen ist, nimmt die Trägerplatte Schaden und muss wegen Quellerscheinungen bald ausgetauscht werden. 
  • Einen besseren Schutz erreichen Sie bei der Verwendung solchen Laminats, wenn Sie die Stöße mit wasserfestem Laminatkleber versiegeln. Dabei muss sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit keine Stelle ohne Kleber bleibt. Der Kleber muss gleichmäßig über die ganze Naht herausquellen. Überschüssigen Kleber wischen Sie sofort mit einem feuchten Lappen ab.
  • Die Problemzone bei dieser Methode bleibt der Rand, weil dort keine Abdichtung erfolgen kann. Wasserfestes Feuchtraumlaminat kann dagegen dauerhaft mit Nässe belastet werden, ohne Schaden zu nehmen. Das ist natürlich kein Freifahrtschein für drückende Nässe im Bad oder in der Küche, was die Bausubstanz zerstören würde.

Feuchtraumlaminat mit Fliesenmuster verlegen

Das Prinzip der Verlegung unterscheidet sich nicht von den normalen Fabrikaten mit Klicksystem oder Verleimung. Lediglich das Design zwingt Sie, auf eine korrekte Anordnung des Musters zu achten. Die Paneele ist so konzipiert, dass jede mit einer ganzen Fliese beginnt und mit einer ganzen Fliese endet.

  1. Sie beginnen ganz normal ohne Zuschnitt an der hinteren, rechten Ecke des Raumes. Lediglich die Lippen für das Einklicken bzw. die Feder müssen Sie an der ersten Reihe entfernen, damit ein ordentlicher Wandanschluß erreicht wird. Folgen Sie der Verlegeanleitung, die jeder Packung beiliegt.
  2. Sorgen Sie dafür, dass zwischen der Paneele und der Wand ein Spalt von ca. 6 bis 8 mm bleibt. Der Fußboden soll "schwimmen", damit vermeiden Sie Verwerfungen durch Spannung. Eine Schaumstoffunterlage fungiert als Trittschalldämmung, sie kann im Baumarkt gekauft werden. 
  3. Das letzte Paneel der Reihe hinterlässt einen unregelmäßigen Rest, der in der Regel als Anfang der neuen Reihe dient. Da Sie aber auf das Fliesenmuster zu achten haben, müssen Sie das Paneel erst auf Passung sägen, je nachdem, ob die Fliesen regelmäßig liegen sollen oder auf Versatz.
  4. Ein sehr kurzes Reststück von weniger als 30 cm Feuchtraumlaminat sollten Sie nicht weiter verwenden, sondern wieder mit einer neuen Paneele beginnen, die passend gesägt wird. Bei der letzten Reihe kommt es darauf an, exakt zu messen, damit der Abstand zur Wand wieder eingehalten wird.
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