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Feuchtigkeit in Wänden messen - so funktioniert's

Feuchtigkeit in Wänden messen - so funktioniert's2:06
Video von Heike Funke2:06

Wenn sich in Wänden Feuchtigkeiten abgelagert haben, ist bereits häufig schon ein großer Schaden entstanden. Frühzeitiges Messen, kann Gewissheit darüber bringen, ob ein Handlungsbedarf besteht oder nicht.

Feuchtigkeiten auf der Spur

  • Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Formen der Feuchtigkeitsuntersuchung in Wänden unterscheiden. Entweder werden zerstörungsfreie Geräte verwendet, die bis zu einer gewissen Tiefe die Wand abtasten können, oder die Messung wird über Probelöcher genauer, allerdings auch mit Bauwerksschädigung durchgeführt.
  • Eine Messung über Probelöcher und eine anschließende Analyse des Befundes bringt die genauesten Ergebnisse. Dieses Verfahren sollte allerdings Feuchtigkeitsgutachtern vorbehalten bleiben und ist für den privaten Gebrauch nicht angemessen. Sowohl der Aufwand der Löcher und des anschließenden, fachgerechten Schließens, als auch die nur sachkundig durchzuführende Analyse des Befundes sind nicht geeignet, sich einen ersten Überblick zu schaffen.
  • Zerstörungsfreie Feuchtigkeitsmessungen sind leichter durchzuführen. Hierbei muss nur die richtige Handhabung eines elektronischen Messgerätes beachtet werden. Die Ergebnisse einer solchen Messung sind zwar nicht annähernd genau, können aber zumindest für die Entscheidung geeignet sein, ob weitere Maßnahmen und Untersuchungen eingeleitet werden müssen oder nicht.

Das richtige Messen bei Wänden

  • Feuchtigkeitsmessgeräte haben einen Peilkopf, von dem aus zumeist wenige Zentimeter tief in das Mauerwerk hinein gemessen werden kann. Entsprechend muss vor einer Messung sichergestellt werden, dass exemplarische Stellen für die Messung verwendet werden. Sollte der Peilkopf in der Nähe einer Wasserleitung oder Metall angesetzt werden, so werden die Werte verfälschend hoch ausfallen.
  • Ein Messgerät sollte immer zuerst angeschaltet und dann vom Körper weg einige Augenblicke in der Luft gehalten werden. So nimmt der Peilkopf zuerst das Raumklima auf und konfiguriert damit die folgende Messung der relativen Feuchtigkeit in den Wänden.
  • Bei der Messung selber sollte das Gerät gerade auf eine saubere und oberflächlich trockene Stelle der Wand angesetzt werden. Die eigene Hand sollten Sie dabei auch weit genug vom Peilkopf entfernt halten, um die Messung nicht durch Ihren eigenen Körper zu beeinflussen.
  • Die meisten Messgeräte haben eine hold-funktion, sodass Sie, nachdem die erste Messung erfolgt ist, diese auslösen können und erst beim Aufsetzen auf die nächste Stelle, die Sperrung wieder aufheben können. Sobald dies richtig vorgenommen wurde, können Sie Höchst- und Niedrigstwerte an einer Wand aufnehmen, welche bei der Lokalisation von Schäden helfen.
  • Ihre Wand ist nicht bedrohlich feucht, sollte der Wert nicht ca. 65 digits überschreiten. Ähnlich der relativen Luftfeuchtigkeit beginnt ab diesem Wert der Punkt, an dem die Umgebung das gespeicherte Wasser in dem Mauerwerk nicht mehr aufnehmen kann.

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