Feuchtigkeit im Keller kann auf bauliche Mängel hinweisen.
Feuchtigkeit im Keller stellt einen baulichen Mangel dar. Dieser Baumangel führt, wenn er nicht behoben wird, zu weiteren Bauschäden. Weiterhin ist auch nachweislich mit gesundheitlichen Schäden bei Bewohnern oder Nutzern des Gebäudes zu rechnen. Vor Behebung des Baumangels ist eine Analyse der Ursachen durchzuführen.
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11.12.2010
Gastautor
Ursachen bei Feuchtigkeit im Keller
- Das Erscheinungsbild bei Feuchtigkeit im Keller sind dunkle Flächen an der Wandoberfläche mit abgrenzenden Rändern. Wenn die Feuchtigkeit bereits länger wirkt, liegt auch eine Art modriger Geruch in der Luft. Mit einem Feuchtemessgerät kann die Feuchtigkeit an und in der Wand in Prozent gemessen werden. Zum Schutz der Gesundheit der Bewohner und vor weiteren Schädigungen des Gebäudes ist die Feuchtigkeit im Keller zu beseitigen.
- Um eine Beseitigung vornehmen zu können, sind die Ursachen zu ergründen. Eine Grundleitung könnte verstopft oder defekt sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Regen in die Kellerräume eintritt oder dass horizontale und vertikale Sperrschichten zum Schutz des Hauses gegen äußeres Wasser zerstört sind. Eine fach- und sachgerechte Überprüfung steht daher an erster Stelle, damit Sie nicht in eine Maßnahme zur Beseitigung der Feuchtigkeit im Keller investieren, die nicht ursächlich ist.
Maßnahmen gegen Feuchtigkeit im Keller
- Aus der Analyse der Ursachen leiten sich die Maßnahmen zur Beseitigung der Feuchtigkeit im Keller ab. Denn wenn Sie lediglich eine defekte Grundleitung haben, ist diese zunächst instand zu setzen. In diesem Zusammenhang werden dann bereits feuchtes Erdreich oder Unterbau durch trockenes Material ausgetauscht. Der Einsatz eines Trocknungsgerätes oder kräftiges Lüften lassen dann die Wände abtrocknen. Ähnlich verhält es sich mit defekten Regenwasserführungen. Nach der Instandsetzung ist für eine gute Lüftung zu sorgen, gegebenenfalls ein Trocknungsgerät einzusetzen.
- Sollte die Feuchtigkeit im Keller ursächlich von defekten horizontalen oder vertikalen Sperrschichten stammen, kommen Sie im Regelfall um ein Freilegen der betroffenen Stellen nicht herum. Nach dem Freilegen sollten die betroffenen Bauteile zunächst trocknen. Parallel dazu können die defekten Sperrschichten ausgewechselt werden. Dies sollte fach- und sachgerecht erfolgen, um Folgeschäden zu vermeiden. Nun können Sie die offenen Stellen mit trockenem Füllmaterial bis zur Unterkante Fußboden verfüllen. Daran anschließend sind sowohl der Fußbodenaufbau als auch die Wandbeschichtung neu auszuführen.
- Vor einer neuen Farbbehandlung, einer Verkleidung der Wände oder Aufbringen von Bodenbelägen, müssen die Bauteile völlig trocken sein. Dies können Sie gezielt mit einem Feuchtemessgerät überprüfen. Überprüfen Sie damit auch die betroffenen Fußböden. Oft kann man sich dieses Gerät in einem Baumarkt ausleihen. Gegebenenfalls ist mit einem Schutzanstrich an den betroffenen Stellen gegen Schimmelbefall Vorsorge zu leisten. Das herausgenommene Altmaterial ist sachgerecht zu entsorgen. Bei festgestelltem Schimmelbefall gilt es als Sondermüll.