Was Sie benötigen:
  • Fachmann

Eine feuchte Kellerwand kann Schimmel verursachen

Um eine feuchte Kellerwand und damit auch Schimmelbildung in den Griff zu bekommen, müssen Sie zunächst erforschen, woher die Feuchtigkeit kommt. Wenn Sie in der Bestimmung sich unsicher sind, nehmen Sie sich einen Fachmann hinzu, denn eine Trocknung macht nur Sinn, wenn die Ursachen behoben werden können.

  • Wasser, das von außen in das Mauerwerk dringt, könnte eventuell aufgrund undichter Regenwasser- oder Abwasserleitungen stehendes Wasser am Haus verursacht haben. In diesem Fall ist die Ursache einfach zu beheben und die Wand kann getrocknet werden.
  • Oft glauben Hausbesitzer, dass das Wasser im Mauerwerk aufsteigt. Das ist in der Regel weniger der Fall, denn gemäß der geltenden Bauvorschriften wird durch eine Bitumenschicht eine langfristige und stabile Dichtungsebene geschaffen.
  • Bei Häusern, die noch vor 1940/1930 gebaut wurden, sieht es etwas anders aus. In diesen Baujahren wurden keine horizontalen Abdichtungen in die Mauern gesetzt. Die einfachste Lösung zur Trocknung wäre in diesem Fall ein Injektionsverfahren, bei dem unter Hilfe von Bohrlöchern eine chemische Substanz ins Mauerwerk gefüllt wird, um die Kapillare zu schließen. Dadurch wird das Aufsteigen der Feuchtigkeit verhindert. Allerdings wird das nur für die nächsten 10 Jahre ausreichen.
  • Nicht zu unterschätzen ist die Feuchtigkeit, die im Sommer durch weit geöffnete Fenster in die Kellerwand zieht. Die Luftfeuchtigkeit in deutschen Regionen ist relativ hoch. Die warme Luft zieht in die Kellerräume ein und kühlt sich an den kalten Wänden ab und es kommt zur Kondensation. Der gesamte Prozess ist wesentlich komplexer, als hier ausgeführt, jedoch kann er durchaus eine feuchte Kellerwand bewirken.
  • Kontrollieren Sie auch, ob Ihre feuchte Kellerwand nutzungsbedingt durch eine Waschküche entstanden sein könnte. Schon Wäschetrockengeräte, die nicht ordnungsgemäß angeschlossen oder Waschmaschinen, die defekt sind, können eine feuchte Kellerwand verursachen.
  • Ernsthafte Probleme entstehen durch angestiegenes Grundwasser sowie durch neu geleitetes Schichtwasser auf einer wasserundurchlässigen Tonschicht. Letzteres kann durch Baumaßnahmen in der Umgebung passieren. In diesen beiden Fällen benötigen Sie eine Fachfirma, denn voraussichtlich muss Wasser abgepumpt und eine Drainage gelegt werden. Es würde in den beiden Fällen ein hoher Kostenfaktor auf Sie zukommen, den Sie mit der Firma gut überlegen müssen.
  • Eine feuchte Kellerwand kann natürlich auch durch Fremdeinwirkungen verursacht worden sein, weil z. B. die Bebauung des Nachbargrundstücks oder ein Straßenbau zu Setzrissen geführt hat. Nicht selten werden dadurch Dichtungen beschädigt oder sogar Gegengefälle zum Haus gefördert.

Das A und O ist also, zunächst zu ergründen, woher die feuchte Kellerwand kommt. Mit dem Wissen können Sie dann entscheiden, in welchem Fall Sie sich selber helfen können und in welchem Fall Sie einen Bauwerksabdichter benötigen, um die feuchte Kellerwand zu beheben. Je nach Gegebenheit wird Ihnen der Fachmann eine der drei möglichen Reparaturmaßnahmen anbieten: Das elektrophysikalische Verfahren, zur Beeinflussung es Wassertransportes, das Injektionsverfahren, zur Verdichtung der Poren oder das mechanische Verfahren, durch das nachträglich eine Sperrschicht in die Wand eingebaut wird. Lassen Sie sich durch einen guten Bauwerksabdichter beraten.