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Fernbeziehung und Sexualität - so kann es funktionieren

Eine Fernbeziehung ist häufig besonderen Belastungen ausgesetzt, weil die Partner sich nur selten sehen. Wie kann eine erfüllende Sexualität hier dennoch gelingen?

Letzter Kuss vor dem Abschied.
Letzter Kuss vor dem Abschied. © olga_meier-sander / Pixelio

Gerade Pendler erleben jedes Wochenende einen kleinen Abschied, wenn Sie eine Fernbeziehung führen und sich wieder für den Rest der Arbeitswoche nicht sehen. Die Liebe kann aber trotz der Distanz funktionieren und auch die Sexualität kann gelingen, wenn Sie einige Dinge beachten.

Die Fernbeziehung gut organisieren

  • Wichtig ist, dass Sie auch bereit sind, eine Fernbeziehung mit Ihrem Partner zu führen. Wenn Sie sich etwa schnell einsam fühlen und für Sie eine Beziehung ohne täglichen Kontakt gar nicht denkbar ist oder Sie vielleicht schnell eifersüchtig reagieren, dann kann die Distanz auch zu belastend für Sie sein. Das sollten Sie Ihrem Partner ehrlich sagen, um sich später Leid zu ersparen.
  • Wenn Sie sich für eine Fernbeziehung entscheiden, dann ist eine gute Planung wichtig. Sie haben vielleicht nur ein Wochenende füreinander Zeit und sollten diese Momente auch genießen können. Eine erfüllende Sexualität kann nicht gelingen, wenn Sie an den gemeinsam verbrachten Tagen noch viele andere Dinge erledigen müssen, welche die Zeit füreinander noch mehr verringern. Organisieren Sie also beide Ihre Termine und Verpflichtungen so, dass das Wochenende wirklich Ihnen gehört.
  • Dabei können gemeinsame Rituale hilfreich sein. Das kann etwa das gemeinsame Schauen Ihrer Lieblingsserie am Wochenende sein oder ein romantisches Abendessen am jeweils letzten Tag, den Sie zusammen verbringen. Auch Ihre Sexualität kann dadurch belebt werden, weil Sie sich nicht entfremden. Kleine Geschenke und Erinnerungen können ebenso helfen, die Woche über ein angenehmes Gefühl der Vertrautheit aufrechtzuerhalten.

Gute Kommunikation hilft der Sexualität

  • Über die gemeinsamen Tage hinaus können auch regelmäßige Telefonate und Mails dazu beitragen, dass Sie sich nicht voneinander entfremden. Paare, die zusammenleben, teilen selbst scheinbar unwichtige Informationen, erzählen einander von ganz alltäglichen Dingen (dem Mittagessen, den Aufgaben im Büro usw.) und genau das fehlt Paaren in Fernbeziehungen oft. Damit Ihnen diese Form der Intimität nicht verloren geht, worunter letztlich auch Ihre Sexualität leiden würde, sollten Sie in Telefonaten und Mails nicht nur besonders Wichtiges berichten, sondern auch die ganz alltäglichen Dinge. Fotos von dem, was Ihnen im Laufe des Tages passiert, ergänzen dies.
  • Dabei können Sie auch thematisieren, wie Sie einander vermissen und was Sie gern in diesem Moment gemeinsam unternehmen würden. Es muss kein klassischer Telefonsex sein, aber es kann durchaus zu Ihrer Sexualität gehören, auch romantische oder anregende Gespräche über das Telefon miteinander zu führen.
  • Streitigkeiten müssen in einer Fernbeziehung anders geklärt werden. Denn häufig wird gerade am Wochenende versucht, sich möglichst harmonisch zu verhalten. Mögliche Konflikte werden dabei verdrängt und nicht ausgesprochen, dies kann aber die Stimmung deutlich verschlechtern und natürlich auch der Sexualität schaden.
  • Ein Wochenende, an dem Sie über Probleme diskutieren, ist daher keine verlorene Zeit, sondern dient der Stabilität Ihrer Beziehung. Genauso können Auseinandersetzungen auch unter der Woche am Telefon oder per Mail und Chat geklärt werden. Wichtig ist, dass Sie diesen Klärungsprozess nicht unterbrechen und beispielsweise nicht aus Ärger ein Telefont abbrechen.
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