- 29.12.2011 Dirk Markendorf
- Sprühflasche
- Pflanzefäß mit Drainage
- Gewöhnliche Blumenerde
- hellen Standort
- Fixierung/ Kletterhilfe
- Grünpflanzendünger
Das Fensterblatt- Tropischer Exot zu Hause
Mit dem Fensterblatt, dass Sie als oft noch sehr kleine Pflanze im Gartenfachhandel, aber auch in den Pflanzenabteilungen von Lebensmittelgeschäften erhalten, können Sie innerhalb weniger Jahre eine imposante Solitärpflanze heran ziehen.
- Das Fensterblatt bildet die Fenster als Löcher erst nach einiger Zeit aus, sodass mit immer größer werdenden Blättern sich die Anzahl der Fenster und Schlitze erhöht.
- Die panaschierte (grün-weiße) Variante des Fensterblatts sollte in jedem Falle hell stehen, da weniger Chlorophyll zum Betreiben der Fotosynthese in den Blättern vorrätig ist. Die grüne, wie die grün-weiße Variante vertragen somit einen hellen Standort, während das rein grüne Fensterblatt auch an nicht sonnigen, also etwas schattigeren Plätzen stehen kann. Optimal steht das Fensterblatt, wenn zum morgen oder Mittag für kurze Zeit direktes Sonnenlicht auf die Blätter fällt, den Rest des Tages die Pflanze hell steht.
- Vermeiden Sie die Kultivierung direkt hinter einem Südfenster, da hinter dem Glas die Blätter des Fensterblattes ansonsten erst ausbleichen können, gelb werden und dann verbrannt vertrocknen. In einiger Entfernung vom Sonnenfenster reduziert sich die Lux-Zahl, sodass an solchen Standorten keine Sonnenbrandgefahr mehr besteht.
- Oft bildet das Fensterblatt mit der Zeit und dem Höhenwachstum sog. Luftwurzeln aus, die Sie keinesfalls abscheiden sollten, denn über diese nimmt das Gewächs Feuchtigkeit aus der Luft auf. Luftwurzeln, die lang genug sind, können Sie vorsichtig nach unten biegen und in die Erde stecken, diese wandeln sich dann in der Erde zu gewöhnlichen Wurzeln um und versorgen das Fensterblatt zusätzlich mit Nährstoffen und Mineralien.
Monstera deliciosa- Pflanzgefäß und Versorgung
Mit einigen Maßnahmen können Sie das Fensterblatt im Wuchs fördern, sodass möglichst große Blätter ausgebildet werden, die über eine Vielzahl von Schlitzen und Fenstern verfügen.
- Sie sollten das Fensterblatt, damit die schönen großen Blätter (oft 50 cm breit) staubfrei bleiben, mit einer Sprühflasche einnebeln, sodass die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Vor allem beugen Sie damit im Winter bei sehr trockener Heizungsluft trockenen Blattstellen und Spinnmilben vor.
- Im Frühling und Sommer sollten Sie das Fensterblatt regelmäßig gießen und alle zwei Wochen mit einem gewöhnlichem flüssigen Grünpflanzendünger mit dem Gießwasser versorgen, im Winter können Sie auf Düngung verzichten.
- Achten Sie im Winter auch auf nicht zu niedrige Temperaturen, bei 16-18 Grad fühlt sich das Fensterblatt wohl. Die Erde sollte im Winter nicht austrocknen, sodass die Erde zu allen Jahreszeiten gleich feucht bleibt, während im Sommer bei großer Hitze Sie auch ausnahmsweise mehr gießen können, wenn viel Gießwasser aufgrund der Wärme verdunstet.
- Wenn das Fensterblatt nach einigen Jahren sehr groß geworden ist, können Sie dieses an der Decke mit Bändern fixieren, ansonsten kann die Pflanze unter dem Eigengewicht zusammen brechen. Alternativ kürzen Sie das Fensterblatt durch einen sauberen Schnitt an den Haupttrieben ein. Diese Stecklinge können Sie an warmem und hellem Ort im Wasserglas (oder Eimer) wurzeln lassen und dieses als eigenständige Fensterblätter wiederum eintopfen.
- Achten Sie darauf, dass sich kein Gießwasser im Wurzelbereich sammelt, ein Topf mit Abzugsloch, bzw. Drainage für das Gießwasser ist optimal. Auch sollte überschüssiges Wasser entfernt werden, denn "kalte Füße" können schnell Erd- und Wurzelfäule nach sich ziehen.
Mit dem Fensterblatt haben Sie eine sehr schöne, interessante und attraktive tropische Zimmerpflanze, die über die Jahre und Jahrzehnte viel Freude bereitet. Wird diese zu groß, kürzen Sie die Pflanze ein und können die Ableger (Stecklinge) neu kultivieren und als tolles Mitbringsel auch weiter verschenken. Nach der Arbeit (z. B. Abschneiden der zu langen Triebe) sollten Sie sich die Hände waschen, da der Pflanzensaft giftig ist. Berücksichtigen Sie dieses bei evtl. vorhandenen Haustieren.