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Fenster-Zeichnung - Tipps

Möchten Sie in einer Zeichnung ein Fenster darstellen, dann sind Sie vermutlich bereits auf einige Schwierigkeiten gestoßen. Die Darstellung des Glases, die Spiegelung, was sieht man von draußen, wie viel wird von drinnen gespiegelt usw. - gar nicht so einfach.

Von draußen nach drinnen sieht eine Fensterzeichnung anders aus als umgekehrt.
Von draußen nach drinnen sieht eine Fensterzeichnung anders aus als umgekehrt.

Was Sie benötigen:

  • Papier
  • Zeichenkohle
  • weichen Bleistift (Härtegrad B)
  • Fineliner
  • weiße Kreide
  • weißen Buntstift
  • Tipp-Ex-Stift
  • ein Fensterfoto
  • oder ein reales Fenster

Erste Übungen fürs Zeichnen von Fenstern

Um die gelungene Darstellung eines Fensters hinzubekommen, brauchen Sie ein bisschen Übung und Erfahrung - egal, ob Sie Ihr Fenster in einer Zeichnung oder einem gemalten Bild einfügen möchten.

  • Suchen Sie in Büchern, Zeitschriften, Bilderbüchern, Comics und im Internet nach Zeichnungen von Fenstern.
  • Sehen Sie sich im Internet auch an, wie berühmte Maler Fenster dargestellt haben. Googeln Sie einfach "Gemälde Fenster" - Sie bekommen diverse Möglichkeiten präsentiert.
  • Setzen Sie sich bewusst auf Ihr Sofa und betrachten Sie Ihre Fenster zu verschiedenen Tageszeiten, in verschiedenen Lichtsituationen, bei unterschiedlichem Wetter - und sowohl von innen als auch von außen.
  • Wechseln Sie dabei Ihre Position und suchen Sie bewusst nach den Spiegelungen.
  • Achten Sie vor allem auf das Glas und darauf, wie viel Sie trotz der Spiegelung noch vom Innen oder vom Draußen sehen.

Fenster mit wenigen Mitteln darstellen

Bei einer Zeichnung müssen Sie immer etwas präziser auf den Punkt kommen als im Gemälde. In der Malerei haben Sie die Möglichkeit, die Farben zu vermischen, die Formen zu verwischen und kommen trotzdem zu einem guten Ergebnis. Eine Fensterzeichnung muss zunächst ohne Farben auskommen.

  1. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Bleistift, ein Stück Zeichenkohle und einen Fineliner.
  2. Setzen Sie sich vor ein Fenster Ihrer Wahl und versuchen Sie, es abzuzeichnen.
  3. Beginnen Sie die erste Zeichnung mit der Zeichenkohle, hier müssen Sie noch nicht so exakt sein. Die Kohle lässt sich verwischen. Die Linien müssen übrigens nicht ganz exakt und gerade sein. Es gibt auch alte, schiefe Fenster. Es sei denn, Sie sollen als Architekturstudent oder Bauzeichner eine korrekte Darstellung abliefern.
  4. Die Arbeit beginnt mit dem, was Sie handfest vor Augen haben, nämlich dem Fensterrahmen und dem Umfeld. Auch dann, wenn das Fenster geöffnet oder gekippt ist.
  5. Achten Sie auf optische Verkürzungen. Diese lassen sich mithilfe des ausgestreckten Arms, einem zugekniffenen Auge und erhobenem Stift leichter erkennen und auf das Papier übertragen.
  6. Betrachten Sie im nächsten Schritt Ihre Scheibe ganz genau. Ist das Glas wirklich ganz plan? Hat es Risse, Kratzer oder ist es gewölbt? Und wie ist es eingefasst?
  7. Versuchen Sie Ihr Fenster mit geschlossenen Augen zu beschreiben. So bekommen Sie Ihre Zeichnung auch vor Ihr inneres Auge - und können das Gesehene leichter zu Papier bringen. Dann aber mit offenen Augen - versteht sich.
  8. Sehen Sie genau hin. An den Rändern oder auch in der Mitte wirkt Ihre Glasscheibe vielleicht etwas dunkler Zeichnen Sie genau das, was Sie sehen - nicht das, was Sie wissen.
  9. Um einen Blick durchs geschlossene Fenster nach draußen darzustellen, sollten Sie zunächst das skizzieren, was Sie draußen sehen, und dann teilweise einen leichten Grauschleier in wenigen Linien darüber legen.
  10. Dort, wo das Glas das Licht reflektiert und heller zu sein scheint, zeichnen Sie mit Kreide diese Highlights ein. Das ist meistens nur eine kleine Stelle, aber die Wirkung ist unglaublich.
  11. Wenn Ihnen diese Übung noch zu schwierig ist, dann nehmen Sie sich Illustrationen aus Kinderbüchern zu Hilfe. Dort darf alles auch mal krumm und schief sein und deshalb tun sich viele Anfänger damit etwas leichter.
  12. Steigern Sie die Übung, indem Sie im nächsten Schritt mit dem Bleistift (das Weiß dabei mit dem Buntstift einzeichnen) und anschließend mit dem Fineliner (das Weiß mit dem Tipp-Ex-Stift zeichnen)
  13. Versuchen Sie danach ein Stillleben mit Gläsern, Flaschen und Glasvasen zu zeichnen. Eine bessere Übung in der Darstellung von Glas gibt es kaum.

Ein Tipp zum Schluss: Zeichnen Sie einfach regelmäßig immer andere Glasgegenstände und bleiben Sie in der Übung. So werden die Fenster ganz schnell Ihre leichteste Übung sein.

Gutes Gelingen und viel Spaß!

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