Alle Kategorien
Suche

Fenster nachträglich einbauen - so gelingt's ohne Fachmann

Jeder Besitzer eines Altbaus kann einmal in die Lage kommen, dass umgebaut werden muss. Dabei steht auch oft das Verändern von Fenstern an. Mit ein paar guten Ratschlägen können dabei Fehler vermieden werden und jeder geschickte Heimwerker kann ein Fenster auch nachträglich einbauen.

Fenster prägen das Gesicht eines Hauses.
Fenster prägen das Gesicht eines Hauses. © siepmannH / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Stemmwerkzeug
  • Hammer
  • Maßband
  • Putz- und Mauermörtel
  • Ziegelsteine
  • Beitel
  • Bauschaum
  • Fensterbank
  • Holzkeile
  • Wasserwaage

Fenster ist nicht gleich Fenster

  • Schon vom Material her haben Sie zu beachten, ob Sie in Ihren Altbau zum Beispiel Plastefenster nachträglich einbauen dürfen. Bei denkmalgeschützten Häusern wird fast immer der Einbau von Holzfenstern vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfalle bei der örtlichen Bauaufsichtsbehörde, um späteren Ärger zu vermeiden.
  • Ein neues, zusätzliches Fenster sollte sich auch in Form und Farbe an allgemeingültige Normen halten und sich harmonisch in das Gesamtbild des Gebäudes einfügen. Dies gilt besonders für die Straßenseite eines Hauses, wo ein unglücklich gewähltes Fenster die Ansicht stark stören kann.

Nachträglich ein Fenster einbauen - so gelingt es

  1. Messen Sie ab, wo der Durchbruch durch die Wand erfolgen muss, damit Sie das neue Fenster auch an der richtigen Stelle, in der richtigen Höhe einbauen können. Die Größe des Fensters orientiert sich an den anderen, benachbarten Fenstern des Geschosses.
  2. Stemmen Sie den Durchbruch etwa 20 cm breiter und höher aus und entfernen Sie an der Front seitlich und oben einige Ziegelsteine zusätzlich. Dort verzahnen Sie dann den Anschlag für das Fenster, es wird von innen angesetzt. Holzbalken müssen Sie mühsam mit dem Stemmeisen ausstemmen.
  3. Mauern Sie einen Anschlag an beiden Seiten und oben etwa 10 cm breit bündig mit der Außenwand (Putzstärke beachten). Der Anschlag kann auch zwei Ziegel stark sein, wenn die Mauerstärke das erlaubt. Der Durchbruch muss jetzt so groß sein, dass das neue Fenster beidseitig und oben am Anschlag anliegt und die Flügel lassen sich vollständig öffnen.
  4. Unten lassen Sie einen Spalt von ca. 5 cm frei, in den Sie dann nachträglich die Fensterbänke einbauen. Sie treffen sich unter dem Fensterrahmen. Die innere Fensterbank reicht seitlich bis unter den Putz. Diese Arbeiten werden erst erledigt, wenn das Fenster eingebaut ist.
  5. Jetzt können Sie den Durchbruch verputzen. Damit sparen Sie sich das Reinigen des neuen Fensters von Mörtelspritzern. Achten Sie auf Parallelität und Waage des Anschlags. Nach dem Trocknen legen Sie eine Raupe von Bauschaum auf den Anschlag und drücken das Fenster an. Zum Arretieren verwenden Sie die Holzkeile, sie sorgen dafür, dass das Fenster in der richtigen Lage bleibt.
  6. Nun werden die Fensterbänke so hoch montiert, dass sie bündig mit dem Rahmen abschließen. Die äußere muss ein wenig Gefälle nach außen haben. Der Bauschaum sorgt wieder für Abdichtung. Mit Putz verschließen Sie dann die restlichen Schadstellen und Farbe sorgt für den letzten Schliff.
Teilen: