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Feinsteinzeug-Fliesen - darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wenn Sie einen neuen Bodenbelag planen, stehen Sie im Baumarkt schnell vor der Auswahl zwischen glasierten Tonfliesen und Fliesen aus Feinsteinzeug. Es gibt einige Besonderheiten bei Feinsteinzeug. Beachten Sie diese bereits beim Kauf, bleiben Ihnen später Überraschungen bei der Verlegung und Pflege erspart.

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Nicht nur als Terrassenbelag überzeugt das Material.
Nicht nur als Terrassenbelag überzeugt das Material.

Feinsteinzeug gibt es zwar schon seit mehreren Jahrhunderten, Sie können es aber erst seit gut dreißig Jahren auch als Fliesen im Handel kaufen.

Was ist Feinsteinzeug?

  • Es gehört zu den Keramikfliesen, wird aber im Gegensatz zu Tonfliesen bereits durchgefärbt. Selbst wenn also von der Fliese ein Stück abplatzt, ist diese Beschädigung nicht so auffällig wie bei einer glasierten Tonfliese.
  • Feinsteinzeugfliesen haben eine hohe Dichte und nehmen kaum Wasser auf. Aus diesem Grund können Sie die Fliesen sehr gut im Außenbereich verlegen. Sie sind frostsicher.
  • Die Oberfläche von Feinsteinzeug ist rutschhemmend und im Gegensatz zu vielen Tonfliesen in hohem Maße abriebfest. Damit eignen sich die Fliesen aus Feinsteinzeug für Feuchträume und auch für Bereiche, die Sie viel nutzen werden.  
  • Neben diesen Vorteilen sollten Sie vor dem Kauf von Fliesen aus Feinsteinzeug allerdings auch bedenken, dass das Zuschneiden mit Ihrem normalen Fliesenschneider sehr schwierig ist und die Fliesen dabei leicht brechen. Üblicherweise wird dafür eine wassergekühlte Steinschneidemaschine oder ein Trennschleifer mit Diamanttrennscheibe benutzt. Zu den Anschaffungskosten der Fliesen kommt also noch die Miete für die Maschine hinzu.
  • Wenn Sie ein Loch in Feinsteinzeug bohren wollen, um etwa eine Übergangsschiene zu einem anderen Raum zu befestigen, brauchen Sie Geduld und einen Glasbohrer zum Vorbohren. Das Material ist deutlich widerstandsfähiger als Tonfliesen. Bohrlöcher in Feinsteinzeug werden bei niedriger Drehzahl und mit ansteigender Bohrerstärke gesetzt.

Welche Fliesen eignen sich am besten?

  • Feinsteinzeugfliesen sind unbehandelt, glasiert und geschliffen erhältlich. Unbehandelte Fliesen haben eine weitgehend geschlossene Oberfläche, die nur wenig nachbehandelt werden muss. Überflüssig ist eine Imprägnierung dennoch nicht, denn die wenigen offenen Poren nehmen Schmutz auf und lassen sich im Laufe der Zeit nur schlecht reinigen.
  • Geschliffene oder polierte Fliesen aus Feinsteinzeug neigen im Vergleich dazu eher Schmutz aufzunehmen. Der Grund liegt darin, dass durch die Bearbeitung vorher geschlossene Poren angeschliffen und geöffnet werden. Verschüttete Flüssigkeiten dringen dann tief in den Stein ein und können zu Verfärbungen führen.
  • Bei der empfehlenswerten Imprägnierung des Bodens setzt sich das Imprägniermittel ausschließlich in die offenen Poren. Gerade fettige Schmutzablagerungen setzen sich dann allerdings dort fest und eine Reinigung ist nur noch mit Lösungsmitteln erfolgreich. Hinzu kommt, dass diese Schmierschicht die eigentlich gute Rutschhemmung der Feinsteinzeugfliesen vermindert. 
  • Entscheiden Sie sich für eine Fliese aus Feinsteinzeug, kalkulieren Sie die Kosten für Gerätemiete, den Spezialbohrer und eine gründliche Imprägnierung sofort mit ein.

Fliesen aus Feinsteinzeug überzeugen gerade im Außenbereich und viel genutzten Bereichen durch ihre Widerstandsfähigkeit, Frostsicherheit und Rutschhemmung. Mit der entsprechenden Imprägnierung gleichen Sie zudem die wenigen Nachteile bei der Pflege leicht aus.

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