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Feigenkaktus - Pflege

Der Feigenkaktus gedeiht in Kübeln prächtig. Beachten Sie bei der Pflege, dass die Kakteen Trockenheit benötigen, denn sie stammen aus der Wüste.

Bei richtiger Pflege können im Herbst die Früchte des Feigenkaktus geerntet werden.
Bei richtiger Pflege können im Herbst die Früchte des Feigenkaktus geerntet werden.

Steckbrief des Feigenkaktus

Der aus Mittel- und Südamerika stammende Feigenkaktus ist heute auch rund um das Mittelmeer zu finden. Die Gattung hat einige gemeinsame Merkmale.

Merkmale des Feigenkaktus

Merkmal

Hinweis

Wissenschaftlicher Name

Opuntia

Familie

Kakteengewächse

Gattung

Opuntien

Wuchs

strauchig bis baumähnlich

besteht aus abgeflachten, blattähnlichen Segmenten

„Blätter“ sind in Büscheln mit Stacheln besetzt

Blütenfarbe

meist gelb, orange, rot oder violett

Blütezeit 

Frühling

Geschlecht

meist Zwitter

Bestäubung

Fremdbestäubung

Erntezeit

Herbst

Früchte

länglich rund mit Stacheln

Ansprüche an den Standort

Die Kaktusfeige stammt aus warmen, trockenen Regionen. Das ist bei der Wahl des Standorts zu berücksichtigen:

  • Die Kakteen brauchen einen mageren, sandigen und steinigen Boden.
  • Sie bevorzugen kalkhaltiges Substrat mit Humus (Kompost).
  • Ideale Mischung besteht aus einem Teil kalkhaltigen Sand und zwei Teilen Kompost.
  • Die Pflanzen benötigen trockene Luft und vertragen keinen Regen.
  • Der beste Platz ist ein Südfenster oder ein Gewächshaus.
  • An trockenen, warmen Tagen ist ein Freiluftaufenthalt von Vorteil.
  • Im Sommer sind Temperaturen von über 25 Grad wichtig, im Winter von null bis sechs Grad.
  • Opuntien blühen nur an vollsonnigen Plätzen.

Pflege der Kaktusfeige

Als echte Wüstenbewohner brauchen Feigenkakteen unbedingt Perioden der Trockenheit. Denken Sie daran bei der Pflege. Gießen Sie in großen Zeitabständen und lassen Sie das Substrat zwischendurch leicht austrocknen.

Damit sich die Blüten und die Früchte gut entwickeln, düngen Sie im Sommer alle 14 Tage mit einem kalkhaltigen Kakteendünger. Stellen Sie das Düngen ab September ein. Im Winter dürfen Sie einem Feigenkaktus so gut wie kein Wasser geben.

Gießen Sie Ihre Kaktusfeige zu Beginn der Blüte kräftig, denn in der Natur blühen die Pflanzen während der Regenzeit. Sie sehen recht bald an den Blüten, wie sich daraus eine Frucht bildet. Ohne den "Regenguss" findet meist keine Fruchtbildung statt.

Schneiden der Kakteen

Ein regelmäßiger Schnitt ist bei einem Feigenkaktus nicht üblich. Jede Verletzung ist eine Gefahr für die Pflanze. Es gibt nur drei Gründe, den Kaktus zu schneiden: Sie wollen Ableger, die Pflanze vertrocknet von unten oder sie ist zu groß geworden.

Nehmen Sie ein scharfes und sauberes Messer. Am besten ist eines, das Sie noch warm aus der Spülmaschine nehmen. Trennen Sie damit Blätter an den Ansätzen ab. Schneiden Sie keine Blätter durch.

Überwintern der Pflanzen

Der Feigenkaktus braucht eine Winterruhe, diese beginnt im Herbst nach der Ernte. Feigenkakteen fahren im Winter den Stoffwechsel runter. Sie dürfen daher auch an einem Platz stehen, auf den wenig Licht fällt.

Erschrecken Sie nicht, falls der Kaktus sich gelblich verfärbt und insgesamt schlaff wirkt. Das ist normal. Gießen Sie auf keinen Fall mehr, um das Einschrumpfen zu beenden. Der Kaktus kann im Winter nicht wachsen und wird faulen, wenn der Boden zu nass ist.

Merkliste für den Winter:

  • Kühlen Platz, an dem zwischen null und sechs Grad herrschen, auswählen.
  • Kaktusfeigen brauchen im Winter kaum Licht.
  • Nicht gießen, Erde lediglich ganz leicht anfeuchten.
  • Die Kakteen werden im Winter gelblich und schlaff.

Vermehrung der Kakteen

In den Früchten sind Samenkörner. Lösen Sie diese mit Wasser vom Fruchtfleisch und trocknen Sie die Kerne. Lassen Sie das trockene Saatgut in Wasser quellen, bevor Sie es auf Torf verteilen.

Bedecken Sie die Körnchen nicht, da die Pflanzen Lichtkeimer sind. Sie brauchen einen hellen, nicht sonnigen Platz und Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad, um zu keimen. Sobald sich Keimblätter zeigen, brauchen die Pflänzchen Sonne.

Das Vermehren über Stecklinge ist noch einfacher. Trennen Sie einen Trieb von der Hauptpflanze ab und stecken Sie ihn mit der Schnittfläche in Kakteenerde. In der Regel bilden sich in wenigen Tagen Wurzeln.

Ernte der Feigen

Ein Bestäuben ist bei den Kakteen nicht immer nötig. Die meisten Arten tragen sogenannte Scheinfrüchte, die zwar Fruchtfleisch, aber keine keimfähigen Samen enthalten. Bei einigen Sorten entstehen sogar Samen ohne vorherige Befruchtung.

Ab September können die Feigen reif sein. Dies lässt sich nur durch leichten Druck auf die Frucht feststellen. Ernten Sie, sobald sie sich weich anfühlt.

Die Stacheln der meisten Kaktusfeigen sind nicht sehr spitz. Vermeiden Sie trotzdem den Kontakt, wenn Sie die Früchte auf ihre Reife testen oder von den Pflanzen abdrehen. Handschuhe sind für den Reifetest nicht zu empfehlen, da Sie damit schnell die Früchte zerdrücken. 

Die Pflege der Kaktusfeige ist einfach, es ist allerdings nicht leicht, die Pflanzen zum Blühen zu bringen. Wichtig sind die Winterruhe und das kräftige Gießen, wenn sich Knospen zeigen.

 

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