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Feiertagsbezahlung - arbeiten, wenn andere ausschlafen

Viele Menschen arbeiten in Branchen, in denen Feiertagsarbeit unverzichtbar ist. So zum Beispiel bei der Polizei, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und natürlich auch in der Gastronomie. Arbeiten, wenn andere im Bett liegen und ausschlafen, macht sich durch die Feiertagsbezahlung bezahlt, wenn Zuschläge vorgesehen sind. Beachten Sie, dass Sonn- und Feiertagszuschläge gesetzlichen Regeln unterliegen, die vom Arbeitgeber ausgelegt werden können.

Die Feiertagsbezahlung soll nach der gesetzlichen Empfehlung über Zuschläge höher ausfallen.
Die Feiertagsbezahlung soll nach der gesetzlichen Empfehlung über Zuschläge höher ausfallen.

Feiertagsbezahlung muss nach dem Gesetz nicht mit Zuschlägen versehen sein

  • Beachten Sie, gesetzlich sind die Arbeitgeber nicht verpflichtet, Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen zu bezahlen. Häufig zahlen Arbeitgeber freiwillig Zuschläge, um die Angestellten zu motivieren.
  • Das Gesetz enthält lediglich eine Empfehlung, die Feiertagsbezahlung höher ausfallen zu lassen. Der Arbeitgeber muss jedoch genau denselben Lohn zahlen wie an Werktagen.
  • Grundsätzlich ist die Arbeit an Sonn- und Feiertagen verboten. Im Arbeitszeitgesetz sind hierzu jedoch einige Ausnahmen vorgesehen. In vielen Branchen wird an bundeseinheitlichen Feiertagen gearbeitet.
  • Wichtig ist, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen freien Tag zum Ausgleich für die Feiertagsarbeit anbieten muss. Dies hat innerhalb von acht Wochen nach der Feiertagsarbeit zu erfolgen.
  • Sie können sich dennoch freuen über einen erhöhten Lohn für Sonn- und Feiertagsarbeit, da die meisten Arbeitgeber die Empfehlungen aus dem Gesetz nicht nur ernst nehmen, sondern noch übertreffen. Sie können sich einen Eindruck von der Empfehlung auf der Webseite Lohn.info verschaffen. Werfen Sie einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag. Dort werden oftmals genaue Regelungen über die Höhe der Feiertagsbezahlung getroffen.  
  • Beachten Sie, dass der Sonntag nach dem Gesetz sogar länger gilt als er eigentlich ist. So beginnt der Sonntag null Uhr nachts und endet erst vier Uhr Montag morgens. Diese Zeitregelung tritt erst in Kraft, wenn Ihre Arbeitszeit bereits vor null Uhr beginnt.  
  • Sonntags wird  nach dem Gesetz ein Zuschlag in Höhe von 50 Prozent empfohlen. An Feiertagen werden 125 Prozent empfohlen. An Weihnachten wird sogar ein Zuschlag in Höhe von 150 Prozent empfohlen.

Steuerrechtliche Auswirkungen, wenn Sie arbeiten, wenn andere ausschlafen

  • Wer an Sonn- und Feiertagen arbeitet, profitiert von der höheren Feiertagsbezahlung. Diese Zuschläge auf den Grundlohn werden auch steuerrechtlich bedacht.
  • Es sind Grenzen gültig bei der Höhe des Grundgehalts. Beachten Sie, dass Sonn- und Feiertagszuschläge nicht kumulativ bewertet werden. Sie werden nicht zu den anderen Zuschlägen hinzugezogen und berücksichtigt.
  • Sie sollten wissen, dass der beitragsfreie Grundlohn 25 Euro beträgt. Ist Ihr Gehalt höher als dieser Wert, fallen Steuern an. Lohnsteuer ist erst ab dieser Grenze zu berechnen.
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