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Faustformeln beim Führerschein verstehen - so einfach geht's

Im ersten Augenblick erschrecken junge Menschen, wenn sie im Führerscheinkurs mit Mathematik konfrontiert werden. Doch Sie brauchen sich nicht zu ängstigen. Die Faustformeln für den Führerschein sind einfach zu lernen und werden hauptsächlich in der Theorie angewandt.

Auch auf freien Straßen aufmerksam bleiben
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Die Faustformeln der Bremswegberechnung

Eine in der Theorieprüfung häufig gestellte Frage ist die nach der Bremswegberechnung. Als Bremsweg wird der Weg bezeichnet, den Sie während des Bremsens zurücklegen. Der Reaktionsweg wird hierbei nicht berücksichtig.

  • Um den Bremsweg zu berechnen, wurde eine Faustformel entwickelt. Diese ist relativ einfach und erfordert keine mathematischen Höchstleistungen von Ihnen. Dabei benötigen Sie die Geschwindigkeit, mit der sich Ihr Fahrzeug gerade vorwärts bewegt.
  • Die Faustformel zur Bremswegberechnung beim Führerschein lautet: (Geschwindigkeit : 10) x (Geschwindigkeit : 10). Im Ergebnis erhalten Sie den theoretischen Bremsweg. Fahren Sie beispielsweise 100 Stundenkilometer, lautet die Rechnung: (100 : 10) x (100 : 10) = 100 Meter.
  • Die Faustformel kann noch durch die Gefahrenbremsung erweitert werden. Hier halbieren Sie das Ergebnis nochmals.

Denken Sie daran, dass die Berechnungen mit Faustformeln auch im Führerschein nur theoretischer Natur sind. Dies gilt gerade für die Bremswegberechnung. Der tatsächliche Bremsweg richtet sich maßgeblich auch nach den Straßen- und Wetterverhältnissen.

Die Reaktionszeitberechnung beim Führerschein

Sie sehen eine Gefahr vor sich und treten direkt auf die Bremse? Dies ließe sich vermuten, doch lernen Sie, wenn Sie Ihren Führerschein machen, eine neue Einschätzung kennen.

  • Welche Gefahr sich Ihnen auch immer während der Fahrt in den Weg stellt: Zwischen dem Erkennen der Gefahr und dem Bremsen liegen wertvolle Sekunden. Daher ist es nötig, dass Sie einzuschätzen wissen, wie schnell Ihre Reaktion auf eine Gefahrenerkennung ist.
  • Auch für diese Berechnung existieren Faustformeln. Im Ergebnis können Sie anhand der Rechnung sehen, welche Strecke Sie vor der Bremsung noch zurücklegen.
  • Um den Reaktionsweg zu berechnen, benötigen Sie wieder die gefahrene Geschwindigkeit. Die Formel lautet: (km/h: 10) x 3.
  • Fahren Sie also 100 Stundenkilometer, beträgt Ihr Reaktionsweg 30 Meter.
  • Diese Rechnung hilft Ihnen sicherlich zu erkennen, warum ein großer Abstand zu vorfahrenden Fahrzeugen notwendig ist. Selbst bei einer Geschwindigkeit von lediglich 50 km/h legen Sie weitere 15 Meter an Weg zurück, bevor Sie überhaupt mit der Bremsung beginnen.

Zusammenspiel der Faustformeln im Führerschein

Eine ebenfalls sehr häufig gestellte Frage in der Prüfung zum Führerschein ist die nach dem Anhalteweg. Diese Formel benötigt etwas Vorarbeit, da Sie zur Berechnung einige Faktoren wissen müssen.

  • Wie der Anhalteweg berechnet wird, ist äußerst einleuchtend. Um den Anhalteweg zu erfahren, müssen Sie sich zuerst der beiden anderen Faustformeln bedienen.
  • Rechnen Sie den Reaktionsweg sowie den Bremsweg aus. Nachdem Sie diese Ergebnisse erhalten haben, müssen Sie beide Zahlen nur noch addieren. Schon erhalten Sie den Anhalteweg.
  • Die Formel lautet also: Bremsweg + Reaktionsweg = Anhalteweg.

Selbstverständlich ist auch der Anhalteweg rein theoretischer Natur. Während trainierte Fahrer innerhalb einer Sekunde nach der Gefahrenerkennung mit der Bremsung beginnen, benötigen Anfänger länger. Auch beeinflusst der Zustand des Fahrzeugs sowie der Fahrbahn massiv den Bremsvorgang.

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