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Fahrrad lackieren - Kosten richtig einschätzen

Wer im Keller oder Schuppen ein altes Fahrrad stehen hat, kann innerhalb von kurzer Zeit daraus ein neues Schmuckstück zaubern. Ein Fahrrad zu lackieren ist nicht schwer. Da sich die Kosten außerdem in Grenzen halten, ist dieses Vorgehen eine gute und günstige Alternative zum Neukauf.

Bunt und farbenfroh: Ein lackiertes Fahrrad
Bunt und farbenfroh: Ein lackiertes Fahrrad

Das Fahrrad lackieren

Damit der neue Lack auf Ihrem Fahrrad hält, müssen Sie einige Vorbereitungen treffen.

  1. Schrauben Sie, wenn möglich, Reifen, Lenker und Fahrradsitz ab und entfernen außerdem die Kabel für Bremse und Licht. Vor Ihnen sollte dann nur der Rahmen liegen.
  2. Nun nehmen Sie eine erste grobe Reinigung vor. Mit einem Lappen entfernen Sie Dreck, sodass Sie den Zustand des Rahmens sehen können.
  3. Hat das Fahrrad Roststellen, brauchen Sie Schleifpapier, um diese zu entfernen. Sie reiben dann mit dem Sandpapier den Rost ab. Beginnen Sie mit einem groben und weichen dann auf ein feineres Papier aus.
  4. Der alte Lack muss nun angeraut werden, damit der neue richtig halten kann. Wie genau Sie bei diesem Schritt vorgehen, bleibt Ihnen überlassen. Je sorgfältiger Sie aber arbeiten, desto genauer wird das Ergebnis.
  5. Mit grobem Schleifpapier können Sie nun den gesamten Rahmen abschleifen. Für ein besseres Resultat nehmen Sie anschließend ein feines Papier und schleifen nach.
  6. Besonders akkurat wird dieser Vorgang, wenn Sie den Rahmen in einer Werkstatt mit Sand bestrahlen lassen - hier entstehen aber zusätzliche Kosten.
  7. Bevor Sie anfange, zu lackieren, muss noch eventuell vorhandenes Fett entfernt werden. Im Handel erhalten Sie dafür speziellen Entfetter, Sie können aber auch Spülmittel nehmen. Seife sollten Sie nicht nehmen, da hier Fette enthalten sind.
  8. In alle vorhandenen Löcher stopfen Sie nun nasses Klopapier, das Sie aufgerollt haben. Die Öffnungen können so nicht vom Lack verkleben und das Fahrrad lässt sich nach dem Lackieren wieder zusammenbauen.
  9. Damit die neue Farbe richtig wirkt, sollten Sie den Rahmen ein- bis zweimal grundieren und danach anschleifen.
  10. Nun können Sie malen. Mit einer Airbrushpistole erhalten Sie im Allgemeinen ein sehr schönes Ergebnis, Sie können aber auch mit einem Pinsel das Rad streichen. Immer müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie nicht zu viel Farbe verwenden, da sonst Farbnasen entstehen - Sie würden sich sonst über die entstandenen Kosten ärgern, wenn das Rad nicht Ihren Wünschen entspricht.
  11. Wenn das Fahrrad einige Tage getrocknet ist, können Sie es wieder zusammensetzen.

Kosten für das alte neue Rad

  • Die Kosten für ein solch gestaltetes Fahrrad sind relativ niedrig.
  • Schleifpapier erhalten Sie im Baumarkt. Pro Stärke sollten Sie zwei Bögen nehmen, damit Sie den ganzen Rahmen behandeln können. Rechnen Sie mit drei bis maximal vier Euro Gesamtkosten.
  • Kennen Sie eine Werkstatt mit Sandstrahler? Rufen Sie an und fragen, ob Sie Ihren Rahmen vorbeibringen können. Das Rad zu bearbeiten, nimmt wenig Zeit in Anspruch. Für 20 bis 30 Euro haben Sie ein sauberes Ergebnis und sogar eigene Arbeitszeit gespart.
  • Spülmittel haben Sie im Normalfall zu Hause und brauchen es nicht extra zu kaufen.
  • Die Grundierung erhalten Sie ebenfalls im Baumarkt. Für etwa zehn Euro bekommen Sie genug, um das Fahrrad damit zweimal lackieren zu können.
  • Den gleichen Betrag sollten Sie einplanen, um sich Farbe zu kaufen. Möchten Sie Ihr Rad in verschiedenen Farben lackieren, steigen die Kosten dementsprechend.
  • Einen Pinsel bekommen Sie für ein paar Euro. Wählen Sie nicht den günstigsten, da sich hier oft Haare lösen, die dann im Lack eintrocknen.
  • Eine Airbrushpistole erhalten Sie ab etwa 15 Euro. Nehmen Sie aber auch nicht das billigste Gerät. In der Regel hat es einen Grund, warum die Pistole so günstig ist. Besser ist, Sie wählen eine mittelpreisige Airbrushpistole.
  • Im günstigsten Fall entstehen Ihnen Kosten um die 30 Euro herum. Lassen Sie Ihr Rad Sandstrahlen und benutzen eine Airbrushpistole, liegen Sie bei etwa 80 bis 100 Euro.

Alle Angaben: Stand August 2012

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