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Fähnchenhändler - Wissenswertes zu diesen Autohändlern

Fähnchenhändler genießen allgemein einen schlechten Ruf – oftmals ungerechtfertigt. Nicht jeder Wald- und Wiesenhändler ist automatisch ein schlechter Händler.

Einen Reinfall bei Wald- und Wiesenhändlern vermeiden
Einen Reinfall bei Wald- und Wiesenhändlern vermeiden

Vorurteile gegenüber Fähnchenhändlern

  • Bei diesen Händlern handelt es sich um Autohändler, die ihre Verkaufsfläche mit Fähnchen abstecken und so kennzeichnen.
  • Fähnchenhändler, auch Wald- und Wiesenhändler genannt, besitzen keinen guten Ruf. Aufgrund des Mauerfalls kam es vor allem im Osten Deutschlands zu einer wahren Flut an Fähnchenhändlern. Oft verkauften diese Autohändler Autos aus dritter oder vierter Hand zu horrenden Preisen. Meistens fielen diese Autos nach ein paar Kilometern auseinander, teurere Reparaturen fielen an. Wandte sich der Autokäufer dann Hilfe suchend an den Verkäufer, wurde er meist unsanft abgewimmelt. Auch beim Kilometerstand wurde sehr oft getrickst. Dann wurden aus reellen 300.000 gefahrenen Kilometern ganz schnell 100.000 Kilometer. Der Ruf seriöser Autohändler wurde damit schnell ruiniert.
  • Dabei gibt es auch seriöse Händler unter den schwarzen Schafen. Diese ausfindig zu machen, erfordert etwas Geduld und Kenntnis der Autobranche.

Einen seriösen Fähnchenhändler erkennen

Fähnchenhändler ist nicht gleich Fähnchenhändler. Mit etwas Beobachtungsgabe erkennen Sie schnell ein schwarzes Schaf.

  • Legen Sie Ihr Augenmerk auf die Verkaufsfläche. Wirkt sie ungepflegt oder wird auf Ordnung geachtet?
  • Sehen Sie sich die Autos an, die verkauft werden. Ein guter Autohändler bereitet die Autos auf, bevor er sie anbietet. Sind sie sauber - auch innen? Besitzen Sie viele Rostflecken - vor allem am Unterboden? Könnte der Kilometerzählerstand der richtige sein? Ein 10 Jahre altes Auto mit gerade mal 100.000 gefahrenen Kilometern ist nicht real und deutet auf Betrug hin. Sehen Sie sich auch die Reifen an. Ist das Profil noch in Ordnung oder sollten die Reifen gewechselt werden? Stimmt die Beschreibung im Internet auch mit dem tatsächlichen Zustand überein?
  • Das letzte Indiz liefert Ihnen der Fähnchenhändler selbst. Ein gutes Onlineportal ist noch lange kein Zeichen für Seriosität. Achten Sie vielmehr auf die Beratung, die Sie bekommen. Ist sie kompetent oder versucht der Händler, Sie zum Kauf zu überreden? Ein guter Händler weist Sie auch auf die kleinen Macken des Autos hin. Wie sieht es mit der Garantie des Autos aus? Wer nimmt die Anmeldung des Wagens vor? Wie hält es der Autohändler mit der Gewährleistungspflicht? Gewährt er Ihnen die Ihnen gesetzlich zustehenden sechs Monate?
  • Verlassen Sie sich hier nicht nur auf Ihr Bauchgefühl. Ist der Vertrag einmal unterschrieben, kommen Sie nur schwer wieder aus ihm heraus. Nehmen Sie sich am besten einen Freund oder Bekannten mit, der sich mit Autos auskennt, wenn Sie selbst nicht über diese Kenntnisse verfügen. Sehen Sie sich das Auto auch im Motorraum an und fahren Sie ein paar Kilometer. Im Rahmen dieser Probefahrt können Sie eine Werkstatt aufsuchen und das Fahrzeug durchchecken lassen. Gibt die Werkstatt ihr O. K., steht einem Kauf des Fahrzeuges nichts im Wege. Lehnt der Verkäufer eine Probefahrt ab, können Sie davon ausgehen, dass mit dem Fahrzeug etwas nicht stimmt.
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