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Fabelnamen der Tiere

Wohl so mancher Erwachsener wird sich noch gerne an die Zeit in seiner Kindheit zurückerinnern, in der ihm durch Fabeln die Moral etwas näher gebracht werden sollte. Seither stehen für die Fabelnamen jeweils gewisse Tiere, die mit den ihnen zugeschriebenen Charaktereigenschaften Menschen mit ähnlichen Wesensarten darstellen.

In der Fabel gilt der Fuchs als schlau aber hinterlistig.
In der Fabel gilt der Fuchs als schlau aber hinterlistig.

An Fabelnamen sollen Wesenszüge erkannt werden

  • Eine Fabel dient nicht ausschließlich zu Ihrer Unterhaltung, sondern soll Sie durch die Erzählung vielmehr dazu bringen, daraus eine Moral zu ziehen, die Sie in den meisten Fällen auch noch selbst zu erkennen haben. Im Grunde genommen wird Ihnen als jemandem, der sich auf Fabeln einlässt, ein Spiegel vorgehalten, in dem Sie sich in vielen Fällen wiedererkennen können, oder aber Verhaltensmuster darin wiederfinden, die den Ihren ähnlich sind.
  • Dass es sich bei den Protagonisten meistens um Tiere handelt, die für den Leser an den ihnen fest zugewiesenen Fabelnamen zu erkennen sind, könnte mit daran liegen, dass sich die ersten Verfasser solcher Geschichten nicht dem Groll der Menschen aussetzen wollten, die sich in den dargelegten Persönlichkeitsstrukturen wiederzuerkennen glaubten. 
  • Das Festlegen von Fabelnamen für verschiedene Tiere hätte nur wenig Sinn, wenn die Tiere nicht mit Charaktereigenschaften in Zusammenhang zu bringen gewesen wären, an denen man den Charakter des eigentlich darzustellenden Menschen klar erkennen konnte.

Wie die bekanntesten Tiere genannt werden

  • Die wohl bekanntesten Fabelnamen sind die, deren Träger am häufigsten in Fabeln als Protagonisten dienen. Dass also der Fuchs als Reineke daherkommt und zudem als der verschlagene Charakter immer etwas mit Vorsicht zu genießen ist, wissen Sie sicherlich bereits aus Kindertagen. 
  • Das Meister Petz, der durch einen Bären dargestellt wird, ein gutmütiges Wesen sein Eigen nennt und jedem, der in einer Fabel diesen Namen liest, einen Charakter vor Augen führt, der niemandem etwas zuleide tun könnte, liegt an dem Kennenlernen der Fabelnamen bereits in Kindesalter.
  • Auch die als geschwätzig geltende Gans, findet in vielen Fabeln ihre Besetzung, wenn es darum geht, diesen Part in einer Geschichte darstellen zu lassen. Der Fabelname Adelheid lässt sogleich bei dessen Auftauchen vor dem inneren Auge das passende Bild dieses Charakters erscheinen.
  • Wie die Namen im Einzelnen entstanden, bleibt allerdings unbekannt. Es liegt nahe, dass diese von den ersten Geschichtenschreibern, die sich den Fabeln gewidmet haben, ersonnen und durch Nacheiferer auf diesem Felde übernommen wurden.
  • Als wohl erster europäischer Fabeldichter gilt Äsop, der ca. 600 v. Chr. als Sklave in Griechenland lebte. Seinem Beispiel folgten Dichter wie beispielsweise, Phädrus, Jean de la Fontaine, Christian Fürchtegott Gellert. Sogar Martin Luther und Gottfried Ephraim Lessing haben versucht, Ihnen und der gesamten Menschheit etwas mit ihren Fabeln zu verstehen zu geben.
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