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Expressionistisch malen - so gelingt's

Expressionismus als Ausdruckskunst ist der "Impressio" - dem Eindruck - gegenübergestellt. Wollen Sie selbst expressionistisch malen, kommt es weniger auf Ihre Technik als auf die Kreativität im Umgang mit Formen und Farben aber auch auf Ihren Zugang zu Ihrer eigenen Emotionalität an. Orientieren Sie sich an berühmten Vertretern dieser Kunstrichtung wie Pollock, Kandinsky oder Macke.

Malen Sie bunt und ausdrucksvoll.
Malen Sie bunt und ausdrucksvoll.

Bildkompositionen expressionistisch gestalten - charakteristische Merkmale

Haben Sie gar keine Idee, wie Sie ein Bild expressionistisch aufbauen können, bieten Ihnen die grundlegenden Merkmale dieser Kunstrichtung einen ersten Anhaltspunkt.

  • Bringen Sie spontane Ideen direkt auf die Leinwand. Experimentieren Sie mit Ihrer Maltechnik, spritzen Sie die Farbe auf, benutzen Sie Spachtel, oder kratzen Sie Farbe nach dem Trocknen wieder ab.
  • Leidenschaft, Kraft und Charakter sind Schlüsselworte des Expressionismus. Schauen Sie in sich hinein und bringen Sie Ihre Gefühle auf die Leinwand. Schalten Sie Ihren Verstand aus und entfernen Sie sich von einer harmonischen, wirklichkeitsgetreuen Darstellung.
  • Übertreiben Sie. Die Perspektive ist nicht gelungen? Egal, für den Expressionismus ist sie perfekt. Verzerren Sie Gegenstände so, dass sie kaum mehr erkennbar sind. Verfremden Sie bekannte Formen und ändern die Farbe. Malen Sie etwa einen rosafarbenen Himmel oder blaue Pferde.
  • Nutzen Sie geometrische Formen. Entwickeln Sie eine Komposition, indem Sie größere und kleinere Kreise, Dreiecke oder Linien miteinander kombinieren, integrieren Sie Überschneidungen und verzerrte Formen. Sehen Sie sich hierzu Bilder von Piet Mondrian oder Kandinsky an, um den abstrakten Expressionismus nachzuahmen.
  • Verwenden Sie die Farben so, wie Sie aus der Tube kommen. So bleiben diese knallig und leuchtend.

Mit verschiedenen Maltechniken experimentieren

  • Am Anfang kann es helfen, wenn Sie ein Gefühl expressionistisch umsetzen. Bei dieser Vorgehensweise malen Sie gegenstandslos. Suchen Sie sich eine starke Emotion wie Hass oder Eifersucht und beginnen Sie zu malen. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit Ihren Eltern streiten oder dass Sie von Ihrem Partner betrogen werden. Entsprechend des Gefühls nutzen Sie kräftige Blau-, Rot- oder Grüntöne.
  • Alternativ lassen Sie zwei Komplementärfarben gegeneinander kämpfen. Stellen Sie sich beispielsweise einen leidenschaftlichen Liebesakt vor. Malen Sie etwa zackige Linien, Wellen oder Spiralen, in denen sich beide Farben vereinen.
  • Auch ein Selbstporträt können Sie expressionistisch umsetzen. Orientieren Sie sich hierbei am Kubismus. Brechen Sie Ihre Gesichtsformen so auf, dass Sie aus geometrischen Formen bestehen. Diese füllen Sie anschließend mit bunten Farben.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die folgende: Suchen Sie sich eine Postkarte mit einer einfachen Meeres- oder Gebirgslandschaft oder einer Stadtkulisse. Diese malen Sie stark vereinfacht nach. Ändern Sie die Perspektive, Farbgebung und Formensprache. Häuser neigen sich nach rechts und links, Fenster werden zu Dreiecken. Das Meer wölbt sich so weit, dass es sich mit den Wolken vereinigt. Sehen Sie sich Bilder von Gabriele Münter, Heinrich Schlief oder August Macke an.
  • Machen Sie es wie Jackson Pollock: Nutzen Sie für das Drip-Painting eine leere Konservendose, an deren unteren Ende Sie ein kleines Loch hineinbohren. Geben Sie eine Farbe in die Dose. Legen Sie die Leinwand auf den Boden und tropfen Sie die Farbe aus der Dose auf die Leinwand. Im Idealfall nutzen Sie mehrere Konservendosen, um ein farblich interessantes Bild zu erhalten.

Für Malanfänger ist der Expressionismus sehr gut geeignet.

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