- 29.04.2011 Steffi Haid
Der große Businessplan füs Existenzgründungsdarlehen
Während Sie für die Existenzgründerförderung der Agentur für Arbeit meist nur den sogenannten „kleinen Businessplan“ brauchen, muss für das Existenzgründungsdarlehen der Banken mehr Arbeit geleistet werden. Neben der Geschäftsidee, die Sie verfolgen wollen, müssen hier vor allem genaue Angaben Ihrer voraussichtlichen Kosten und Einnahmen erfolgen.
- Machen Sie eine genaue Auflistung Ihrer potenziellen Kunden und der Umsätze, die Sie durch diese erreichen wollen.
- Führen Sie auf, welche Investitionen Sie leisten müssen und was jede Anschaffung kosten wird.
- Führen Sie notwendige Rücklagen, Versicherungen und Zusatzkosten auf.
- Zeigen Sie, dass Sie sich bis ins letzte Detail Gedanken über Kosten und Umsätze Ihres Unternehmens gemacht haben.
- Sprechen Sie mit Kollegen, die die Tätigkeit, mit der Sie sich selbstständig machen wollen, bereits ausüben.
- Holen Sie Informationen über Ihren Steuerberater, über die Handwerkskammer und Berufsgenossenschaften ein.
- Gießen Sie alle Informationen in eine übersichtliche Form: Am Besten als Exceldatei mit entsprechender Grafik, wie sich Ihre Einnahmen entwickeln werden.
- Diese Auflistung machen Sie am Besten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Formale Voraussetzungen für den Kredit
- Sie müssen den Antrag stellen, bevor Sie sich selbstständig machen, oder (je nach Höhe des Kredits) kurze Zeit, nachdem die Selbstständigkeit offiziell ist.
- Manche Banken verlangen zusätzlich zum schlüssigen Businessplan eine Bestätigung eines Steuerberaters oder der IHK, dass der Businessplan tragfähig ist.
Das Existenzgründungsdarlehen beantragen
- Bei der Kfw-Mittelstandsbank kann in der Regel der Selbstständige keinen Kreditantrag stellen.
- Wenden Sie sich daher am Besten an Ihre Hausbank.
- Diese wird die von Ihnen eingereichten Unterlagen prüfen, Ihnen die entsprechenden Formulare beschaffen und das Existenzgründungsdarlehen für Sie bei der Kfw-Bank beantragen.