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Exempel statuieren - Bedeutung

Sie wollen ein Exempel statuieren? Kennen Sie die Bedeutung dieser Redensart wirklich? Denn das kann Einsatz und Energie kosten und die Folgen sollte man sich auch gut überlegen.

Die Redewendung entstammt der Rechtsprechung.
Die Redewendung entstammt der Rechtsprechung.

Ein Exempel statuieren - die Herkunft

  • Die Wortkombination kommt mit ziemlicher Sicherheit aus dem Lateinischen. So leitet sich das Nomen "Exempel" vom lateinischen "exemplum", das "Beispiel" bedeutet.
  • Das Verb "statuieren" ist eine Wortbildung aus dem lateinischen "statuere", das mit "aufstellen, festsetzen, bestimmen, beschließen" übersetzt werden kann. Statut ist beispielsweise ein passendes Nomen dazu.

Die Bedeutung der Redensart

  • Es ist anzunehmen, dass die Redensart aus der älteren Rechtsprechung stammt. Man versteht unter "ein Exempel statuieren", entsprechend des lateinischen Ursprungs, dass jemand besonders hart bestraft wird, um andere von vergleichbaren Taten abzuschrecken.
  • Wer ein Exempel statuiert, fällt also ein abschreckendes Urteil, sei es in der Rechtsprechung oder auch bei anderen Handlungen. Hierfür kommen beispielsweise Vergehen von Schülern oder Jugendlichen infrage. Gewollt ist es in allen Fällen, dass sich derartige Taten nicht wiederholen. In einem gleichen Gebrauch gibt es diese Redensart übrigens auch in anderen Sprachen.
  • Bei der Redensart "die Probe aufs Exempel machen" fließt ebenfalls das Nomen "Exempel" ein. Allerdings ist hier nicht von einem Beispiel die Rede. Diese Redewendung entstammt der frühen Wissenschaft, vor allem der Alchemie. Ein Exempel bedeutete hier, einen Versuch durchzuführen und so eine Frage an die Natur zu stellen. Um systematische Fehler dabei auszuschließen, musste auch der Gegenversuch gemacht werden, eben das Exempel proben im Sinne von erproben. Heute wird diese Redewendung auch in dem Sinne gebraucht, dass man einen Sachverhalt in engen Bedingungen überprüft.
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