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Excel: zwei Funktionen in einer Zelle anwenden

Zwei Funktionen in Excel in einer Zelle anzuwenden kann mehr oder weniger schwer sein. Dies hängt vor allem vom Typ der Funktion ab. Ihnen stehen dabei mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die Formeln miteinander zu kombinieren.

Zwei Funktionen in Excel in einer Zelle anzuwenden, muss nicht schwer sein.
Zwei Funktionen in Excel in einer Zelle anzuwenden, muss nicht schwer sein.

Einfaches Verbinden von zwei Funktionen

  • Die einfachste Möglichkeit ist das Anwenden von einfachen Rechenoperatoren zwischen Funktionen. Tippen Sie einfach die benötigte Formel in eine Zelle und verbinden Sie diese dann mit den gewünschten Operatoren, zum Beispiel einem Plus, Minus, Mal oder Geteilt.
  • Eine andere Möglichkeit ist das Verbinden der Funktionen über eine oder zwei andere Zellen. Sie schreiben je eine Funktion in eine Zelle. Dann verbinden Sie die beiden Einzelergebnisse mit einer dritten Formel so, dass sich beide Teilergebnisse zu Ihrem Gesamtergebnis ergeben. Dies hat den Vorteil, dass man zwei völlig unterschiedliche Funktionen leicht verknüpfen kann.
  • Ein Beispiel wäre, dass Sie in einer Zelle die Summe von mehreren Zahlen addieren. In einer anderen Zelle lassen Sie das Produkt von mehreren anderen Zahlen anzeigen. Nun haben Sie zwei Zwischenergebnisse. Diese beiden Zwischenergebnisse können Sie nun in einer dritten Zelle miteinander verrechnen, zum Beispiel wenn Sie ein Ergebnis durch das andere teilen.
  • Allerdings funktioniert das nur, wenn Sie durch mindestens eine der Funktionen ein konkretes Ergebnis haben. Gestalten Sie die erste Formel, indem Sie das erste Zwischenergebnis in einer beliebigen Zelle anzeigen lassen. Danach nehmen Sie Bezug auf diese Zelle und Sie können die zweite Funktion anwenden.

Funktionen in Excel in verschachteln

Im Folgenden wird beschrieben, wie man mit dem Trick des Verschachtelns zur Umwandlung von Zahlen in Gruppen eine Wenn-Dann-Funktion nutzen kann. Eine normale Wenn-Dann-Funktion könnte hier nur zwei Gruppen aufnehmen, einmal "Wenn" und einmal "Dann". Durch das Verschachteln wird die Funktion künstlich erweitert und man kann mehrere Gruppen bilden.

Oft lohnt sich die Verwendung von verschachtelten Funktionen bei der Nutzung der Wenn-Funktion oder andere ähnliche Funktionen. Hier hilft die Nutzung des Teils "Sonstige".

  1. Starten Sie die Funktion mit dem Schreiben von "=WENN(" in die Formelleiste. Alternativ können Sie auch das Funktionsfeld öffnen und die Formel darüber eingeben.
  2. Nun müssen Sie den Prüfungswert angeben. Tippen Sie ein, nach welchem Zahlenwert oder welchen Buchstaben Sie suchen. Beenden Sie den Teil mit einem Semikolon ";".
  3. Geben Sie als nächstes den "Dann-Wert" an. Wenn der zuvor eingegebene Prüfwert stimmt, wird Ihnen als Ergebnis dieser Wert angezeigt. Beenden Sie auch diesen Teil mit dem Semikolon.
  4. Nun kommt der "Sonstige-Wert". Dieser muss bei der Wenn-Formel nicht unbedingt angeben werden. Er kann sich aber als sehr nützlich erweisen.
  5. Beginnen Sie den "Sonstige-Wert" einfach mit dem Namen der Funktionen. Ein "=" ist nicht mehr notwendig. Erfüllen Sie danach wieder die Erfordernisse der genutzten Funktion. Bei der Wenn-Funktion müssen Sie also wieder ein Argument und einen "Dann-Wert" angeben.
  6. Sie können anstatt dem "Sonstigen-Wert" auch eine weitere Funktion angeben. So können Sie zum Beispiel die Wenn-Formel um weitere Argumente erweitern.
  7. In einem Beispiel stehen in Spalte C Zahlenwerte, die Mitarbeiter ranken. Diese sollen in Spalte D in die Gruppen A, B und C eingeteilt werden, wobei in A alle Mitarbeiter mit einem Wert von maximal 3 sind. Gruppe B hat einen Wert größer als 3 und maximal 6. Gruppe C umfasst alle mit einem Wert größer als 6. 
  8. Die folgende Formel ordnet den Mitarbeiter zu, dessen Ranking in der Zelle C4 steht. Für alle in der Liste nach unten folgenden Mitarbeiter - C5, C6 usw. - muss anstatt "C4" die jeweilige Zugriffszelle eingesetzt werden.
  9. Die Formel im Gesamten sieht jetzt so aus: =WENN(C4<=3;"A";WENN(C4<=6;"B";"C")). Dabei soll in der Zelle, in der die Formel angewandt wird, der Buchstabe A stehen, wenn der Wert der Zelle C4 maximal 3 ist. Ist der Wert größer als 3 und maximal 6, wird B wiedergegeben. Ist der Wert in Zelle C4 größer als 6, wird C in die Zielzelle eingetragen.

Hinweise zur Nutzung einer verschachtelten Funktion

  • Denken Sie daran, alle benutzten Funktionen mit einer schließenden Klammer zu beenden. Wenn Sie also zwei Funktionen ineinander verschachteln, benötigen Sie am Ende der Funktion zwei schließende Klammern. Sie können das Verschachteln auf die Spitze treiben, indem Sie in den Sonstigen-Wert wieder eine Formel schreiben. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht den Überblick verlieren. Außerdem muss die Logik der Formel schlüssig sein. Excel denkt nicht mit, es führt einfach nur die von Ihnen verlangten Funktionen aus. Wenn das Programm diese akzeptiert und die Formel stimmt, rechnet das Programm Ihnen jede Art von Zahl aus oder spuckt alle gewünschten Funktionen aus.
  • Das Verschachteln von Funktionen in Excel ist nicht immer einfach, obwohl man diese "nur" ineinander schreiben muss. Überlegen Sie sich vorher, ob das Verknüpfen der gewünschten Funktionen Sinn macht und ob die Logik Ihrer Funktionen passt.
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