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Eukaryotische Zelle - Wissenswertes einfach erklärt

Eukaryotische Zellen, die auch als Euzyten bezeichnet werden, unterscheiden sich teilweise erheblich von den einfacheren prokaryotischen Zellen. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Fremdwort?

Eukaryotische Zelle - wichtige Bausteine des Lebens.
Eukaryotische Zelle - wichtige Bausteine des Lebens.

Eukaryotische Zellen – Definition und Wissenswertes

  • Hinter dem so kompliziert klingenden Namen verbirgt sich eine ganz einfache Übersetzung, die in etwa "echte Nuss" oder "echter Kern" lautet. Damit ist auch schon das Hauptmerkmal verraten, denn die eukaryotische Zelle hat einen echten Zellkern.
  • Der in der Euzyte enthaltene Zellkern ist durch eine Hülle vom Rest der Zelle abgetrennt. Zumeist besteht diese Hülle aus zwei Membranen, zwischen denen sich ein dünner Raum befindet. Aufgrund dieser Abgrenzung gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass der Zellkern in die Zelle "eingewandert" ist. Beispielsweise in Form eines Bakteriums.
  • Der abgegrenzte Zellkern trägt die DNS, in Form von Chromosomen, in sich.
  • Durch die stärkere Differenzierung und höhere Entwicklung können eukaryotische Zellen mehr leisten und haben sich besser an ihren Lebensraum angepasst. Mit der Spezialisierung geht aber auch eine größere Anfälligkeit gegenüber Veränderungen in der Umwelt einher.
  • Eukaryotische Zellen können als Einzeller auftreten oder aber als Mehrzeller. Die meisten Mehrzeller, wie Tiere, einige Hefen und Pflanzen, setzen sich hauptsächlich aus Zellen mit Zellkern zusammen und werden daher auch als Eukaryoten bezeichnet.

Eucyten und Procyten – Zelltypen im Vergleich

  • Den Hauptunterschied zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen finden Sie schon im Namen. Während die zellkernlosen Procyten als "bevor Kern" übersetzt werden, haben die Eucyten, wie bereits erwähnt, einen echten Kern.
  • Zellen mit Zellkern sind deutlich größer, als kernlose. Das Volumen der Eucyten kann 10.000-mal größer sein, als das der Procyten.
  • Eukaryotische Zellen sind komplexer und weisen zumeist sogenannte Kompartimente, also abgegrenzte Räume in Ihrem inneren, sowie zahlreiche Organellen auf. Prokaryotische Zellen sind hingegen einfacher strukturiert, selbst das Erbgut liegt frei in der Zelle.
  • Auch die Zellteilung unterscheidet sich bei den beiden Zelltypen. Während die prokaryotischen Zellen zunächst Ihr Erbgut verdoppelt, wächst und sich erst dann in zwei Tochterzellen aufteilt, halbieren sich die eukaryotischen Zellen in verschiedenen Phasen, die unter dem Begriff Mitose zusammengefasst werden. Erst nach der Zellteilung verdoppeln sich die Chromosomenteile wieder auf die richtige Anzahl. Bei der Zelle mit Zellkern gibt es zudem eine ungeschlechtliche Zellteilung, die bereits erwähnte Mitose, und eine geschlechtliche Zellteilung, die als Meiose bezeichnet wird.  
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