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Essigbaum-Wurzeln - Wurzelsperre richtig verwenden

Der Essigbaum ist ein sehr attraktiver Gartenbaum, der mit seiner kräftigen Rotfärbung im Herbst und seinen Blütenständen eine Zierde für jeden Garten ist. Seine Wurzeln wachsen jedoch schnell, hartnäckig und viele Meter weit. Versperren Sie ihnen deswegen wirksam den Weg.

Seine Wurzeln machen viel Arbeit.
Seine Wurzeln machen viel Arbeit.

Was Sie benötigen:

  • dicke Teichfolie
  • Spaten
  • Metallschiene

Seine hemmungslos wuchernden Wurzeln sind kein Grund, auf einen Essigbaum im Garten zu verzichten.

Der Essigbaum im Garten

  • Schon vor fast vierhundert Jahren hat der nordamerikanische Essigbaum seinen Weg in europäische Gärten gefunden. Er wird auch Hirschkolbensumach genannt.
  • Zu den besonderen Vorzügen des Essigbaums gehört, dass er sehr genügsam ist, was seine Bodenansprüche angeht. Sie müssen sich also keine großen Gedanken machen, ob Ihr Gartenboden ausreichend ist, um einen Essigbaum anpflanzen zu können. Angehen wird er bestimmt.
  • Diese Genügsamkeit ist aber auch zugleich ein Nachteil, wenn Sie den Essigbaum in nährstoffarmen oder sandigen Boden setzen. Durch seinen starken Überlebenstrieb wird er gerade in diesem Boden schnell damit beginnen, Wurzeln zu treiben. Auch wenn Sie die Krone zurückschneiden, reagiert der Essigbaum mit Wurzelaustrieb.
  • Sie werden feststellen, dass es nicht genügt, die jungen Triebe einfach abzuschneiden oder mit dem Mäher zu kappen. Sie wuchern weiter und tauchen wahrscheinlich bei allen Ihren Nachbarn auf.

Wurzeln bei Neuanpflanzung sperren

  1. Am einfachsten verhindern Sie die wuchernden Wurzeln, wenn Sie bereits beim Einpflanzen eine Wurzelsperre anlegen. Dazu heben Sie rund um das Pflanzloch einen Graben aus. Der Durchmesser dieses Rings sollte mindestens vier Meter betragen. Die erwünschten Wurzeln finden so auch in trockenen Zeiten genug Platz, um den Baum weiter mit Wasser zu versorgen. Achten Sie auch darauf, dass der Boden immer genug Nährstoffe enthält. So reduziert sich die Wurzelbildung zusätzlich.
  2. Graben Sie einen halben Meter tief und schneiden die Teichfolie so zurecht, dass sie noch zehn Zentimeter über den Rand des Grabens hinausreicht. Eine dicke Teichfolie ist bei einem Essigbaum ausreichend, um die Wurzeln abzuhalten. Sie sind nicht so stark, wie bei einem Bambus, bei dem nur eine stabile Rhizomsperre hilft.
  3. Schließen Sie die Folie, indem Sie die Enden überlappend legen und mit einer Metallschiene verschrauben. Diese Schließstelle muss fest sein. Legen Sie sie nur überlappend, werden sich die Wurzeln durch die Falten schieben und den Rest Ihres Gartens erobern. Schütten Sie dann den Graben wieder zu.

Alten Essigbaum mit Wurzelsperre begrenzen

  1. Bei einem bereits gepflanzten Essigbaum müssen Sie etwas mehr Mühe aufwenden. Auch hier wird zunächst ein Graben in ausreichender Entfernung rund um den Baum ausgehoben. Alle Wurzeln müssen dabei durchtrennt werden. Versuchen Sie, die Wurzeln auf der äußeren Seite des Grabens ein Stück aus dem Boden zu ziehen. Auf diese Weise haben Sie bereits einen Anfang für die Säuberungsaktion in Ihrem Garten.
  2. Legen Sie nun auch hier eine Wurzelsperre an. Der Durchmesser des Grabens orientiert sich an der Größe des Baumes. Er sollte mindestens so groß sein wie der bereits bestehende Kronendurchmesser.
  3. Nachdem Sie die Wurzelsperre so angelegt haben, wie bei einer Neupflanzung, müssen Sie sorgfältig die restlichen Wurzeln in Ihrem Garten entfernen. Graben Sie die Wurzeln restlos aus, sonst haben Sie bald wieder junge Essigbäume in jeder Ecke Ihres Gartens.

Wenn Sie die Wurzeln sicher unter Verschluss haben, können Sie diesen besonders farbenprächtigen Baum entspannt genießen.

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