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Essen wie im Mittelalter - Rezepte für ein Menü

Essen wie im Mittelalter - da muss man schon auf einige lieb gewonnene Lebensmittel verzichten. Trotzdem lässt sich ein leckeres Menü zusammenstellen, wie die folgenden Rezepte zeigen.

Sie müssen nicht unbedingt über dem Feuer kochen.
Sie müssen nicht unbedingt über dem Feuer kochen.

Zutaten:

  • Für die Suppe:
  • frische Kräuter
  • 2 Essl. Mehl
  • 200 ml Milch oder Wasser
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • 1 l Gemüse- oder Fleischbrühe
  • Für das Wildscheinragout:
  • 1-2 kg Wildschweinfleisch
  • 1 Fl. Rotwein
  • 2 Essl. Weinessig
  • 10 Wacholderbeeren
  • 10 Pfeffer- oder Kubebenkörner
  • 3 Lorbeeblätter
  • 2 Nelken
  • 5 Zweiglein Quendel oder Thymian
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • Bratfett
  • 2 Essl. Mehl (zum Binden der Sauce)
  • Salz, Pfeffer
  • Rahm
  • Für die Johannisbeerküchlein:
  • 150 g Vollkornmehl
  • 2-3 Essl. Honig
  • 50 g gehackte Nüsse
  • 200 ml Milch oder Wasser
  • 3 Eier
  • 1 Pr. Salz
  • 300 g Johannisbeeren (oder andere Beeren)

Ein Menü wie im Mittelalter - Vorbemerkungen

Es macht Freude und ist einfach lecker, so ein Menü mit Zutaten und Rezepten, wie sie im Mittelalter üblich waren, herzustellen. Aber: So manche Zutaten wie Tomaten oder Kartoffeln sind tabu, denn die gab es im Mittelalter noch gar nicht. Auch eine Menüreihenfolge wurde nicht immer streng eingehalten, sie können Suppe, Fleischspeise, Brot und Nachtisch also durchaus auch gleichzeitig auf einer großen Tafel servieren. Ob Sie allerdings auf Ihre modernen Küchentechniken verzichten wollen, sollten Sie selbst entscheiden - das Menü lässt sich nämlich auch auf dem Feuer kochen.

Kräuterflädlesuppe - der kräftige Starter

  1. Waschen Sie die (möglichst selbst gesammelten) frischen Kräuter und hacken Sie sie anschließend klein. Verwenden können Sie beispielsweise den auch im Mittelalter beliebten Thymian, Liebstöcke, Löwenzahn oder auch Bärlauch - eben je nach Jahreszeit. Auch Vogelmiere wurde gern gesammelt.
  2. Stellen Sie aus dem Mehl, der Milch, dem Ei sowie Salz und wenig Pfeffer einen Flädleteig her.
  3. Geben Sie die gehackten Kräuter dazu und lassen Sie den Teig dann etwa 1/2 Stunde quellen.
  4. Backen Sie dünne Pfannkuchen aus dem Teig, schneiden Sie diese in dünne Streifchen und verwenden Sie die Flädle als Suppeneinlage. 

Ragout von Wildschein - so wird's gemacht

Im Mittelalter kam - je nach Jagderfolg, zumindest bei den wohlhabenderen Leuten - Wild auf den Tisch. Dies wurde meist als Ragout serviert, das über dem Feuer längere Zeit kochen konnte. Sie können das Fleisch jedoch auch durch Schweinefleisch ersetzen.

  1. Schneiden Sie das Wildschweinfleisch in kleine Würfel, dabei schneiden Sie Sehnen und übermäßiges Fett großzügig weg.
  2. Bereiten Sie aus dem Rotwein, dem Essig, den Gewürzen sowie den in Würfel geschnittenen Zwiebeln und den Karotten eine Marinade.
  3. Bedecken Sie die Fleischwürfel mit der Marinade und lassen sie diese über Nacht kühl stehen.
  4. Am nächsten Tag tropfen Sie die Fleischwürfel ab und braten Sie in etwas Schmalz kräftig an.
  5. Bestäuben Sie das Fleisch mit dem Mehl und schmoren Sie es goldbraun.
  6. Löschen Sie mit der Marinade ab, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und lassen Sie das Gulasch bei kleiner Hitze etwa 1,5 Stunden leise köcheln. 
  7. Verfeinern Sie das Wildschweinessen zum Schluss noch mit etwas Rahm.
  8. Dazu servieren Sie ein Gemüse Ihrer Wahl und/oder einfach frischgebackenes Brot. 

Küchlein mit Beeren - das gesunde Essen

  1. Trennen Sie die Eier.
  2. Schlagen sie die Eiweiße zu steifen Schnee.
  3. Mischen Sie einen Teig aus dem Mehl, dem Honig, den Mandeln, den Eigelben, der Milch sowie dem Salz.
  4. Heben Sie die Eiweiße vorsichtig unter.
  5. Dann fügen Sie die vorbereiteten Beeren zum Teig.
  6. Erhitzen Sie Schmalz (oder Öl) und backen Sie portionenweise kleine Küchlein aus dem Teig.
  7. Zucker gab es damals natürlich noch nicht, aber Sie dürfen die Küchlein trotzdem mit wenig Zucker bestreuen, wenn Sie etwas süßer essen möchten. Oder Sie nehmen etwas flüssigen Honig dazu.

Sie können die Beeren auch durch Brombeeren, Himbeeren oder einem anderen Obst nach Jahreszeit ersetzen. Im Mittelalter wurden Früchte vorwiegend wild gesammelt und waren eine willkommene Beigabe. 

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