- 30.09.2011 Roswitha Gladel
- 2 Portionen:
- 500 g Löwenzahn
- 125 g Dörrfleisch (durchwachsener geräucherter Speck)
- 3 EL Essig
- 3 EL Öl
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 TL scharfen Senf
- 1 EL Wasser
- Pfeffer
- Salz
- Eier
Interessantes zu Löwenzahn als essbares Unkraut
- Löwenzahn ist kein essbares Unkraut, sondern eine echte Heilpflanze, sie wirkt blutreinigend, unterstützt die Funktion der Leber, der Niere und der Blase. Das hat ihm in Frankreich den Namen Pissenlit und im angrenzenden Saarland den Namen Bettseicher eingebracht, was nichts anderes bedeutet, dass diese Pflanze den Körper entwässert.
- Sammeln Sie den Löwenzahn, den Ihre Kinder sicher als Pusteblume kennen im eigenen Garten oder auch auf Feldern und Wiesen, verwechseln Sie ihn aber nicht mit Rauke oder Kreuzkraut, die dem Löwenzahn ähnlich sehen. Nur die Pflanze mit einer einzelnen Blüte am jedem Stängel ist Löwenzahn. Von dieser Pflanze können Sie alle Teile ohne Bedenken essen. Also auch den Löwenzahnsalat mit den Blüten garnieren.
- Sie können Löwenzahn auch in Feinkostgeschäften und gut sortierten Gemüseabteilungen von Supermärkten kaufen. Dort ist er kein essbares Unkraut, sondern Zuchtware, die extra angepflanzt worden ist.
Löwenzahn ist essbares Unkraut der Extraklasse.
Köstlicher Salat aus dem Wildkraut Löwenzahn
- Waschen sie den Löwenzahn gründlich. Dabei bleiben die Wurzeln noch dran, weil Sie so essbares Unkraut besser greifen können. Üblicherweise legt man den Löwenzahn in eine Schüssel mit Wasser, holt ihn heraus und braust ihn ab. Dann kommt er wieder in eine Schüssel mit Wasser und so weiter, bis die gesamte Erde entfernt ist.
- Nun schneiden Sie die Blätter in ca. 3 cm lange Stücke und waschen diese unter fließendem Wasser ab. Bei gekauftem Löwenzahn müssen Sie Punkt 1 meistens nicht durchführen, er ist schon vorgereinigt.
- Schneiden Sie das Dörrfleisch in kleine Würfel und braten Sie dieses in einer Pfanne mit dem heißen Öl glasig.
- Pellen Sie die Zwiebel und den Knoblauch und hacken beides in kleine Würfelchen. Vermengen Sie Wasser und Essig mit dem Senf und rühren zum Schluss die Zwiebel und den Knoblauch unter. Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab.
- Geben Sie das "Unkraut" in eine Schüssel und vermischen dieses mit der Essigmischung. Zum Schluss übergießen Sie den Salat mit dem noch heißen Öl und dem Speck und mischen noch mal gut durch. Durch das heiße Öl werden die Blätter leichter verdaulich Sie bekommen so nicht nur etwas Essbares, sondern auch etwas Gesundes und Genießbares.
Wenn Sie mögen, können Sie 1-2 hart gekochte Eier feinhacken und diese zunächst mit dem Löwenzahn vermischen. In Frankreich und in den angrenzenden Regionen wird Löwenzahn nicht als essbares Unkraut betrachtet, sondern gilt einfach nur als Delikatesse.