Zu so gut wie jedem Bild können Sie eine Erzählung kreieren, wenn Sie dieses genau betrachten und sich davon inspirieren lassen.
- 31.01.2012 Claudia Klädtke
So lassen Sie sich von einem Bild inspirieren
- Betrachten Sie das Bild zunächst in aller Ruhe und notieren Sie, welche Gedanken Ihnen dabei durch den Kopf gehen. Eventuell finden Sie dabei schon einen Ansatz für eine schöne Erzählung.
- Schreiben Sie einige Schlagwörter auf ein großes Blatt Papier. Das können Motive des Bildes sein, aber auch bestimmte Begriffe, die Ihnen dabei in den Sinn kommen.
- Schreiben Sie anschließend rund um die einzelnen Schlagwörter herum weitere Wörter auf, die Ihnen dazu einfallen. Wenn Sie beispielsweise "Sonne" notiert haben, könnten weitere Begriffe "Sommer" oder auch "Freibad" oder "Sonnenbrand" sein.
- Versuchen Sie dann auch, Verbindungen zwischen den notierten Begriffen zu schaffen. So entsteht auf Ihrem Blatt eine Art Gerüst, das Ihnen helfen kann, eine spannende Erzählung zu kreieren. Sollte Ihnen bei dieser Art des Brainstormings keine Idee kommen, können Sie auch noch einmal versuchen, andere Begriffe zu verwenden.
Eine Erzählung verfassen
- Nachdem Sie eine Grundidee für Ihre Erzählung gefunden haben, sollten Sie diese kurz skizzieren. Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Ihnen noch nicht alle Teile der Geschichte einfallen, Sie beispielsweise noch nicht wissen, wie Sie diese enden lassen sollen. Bei vielen Menschen ist es so, dass sich die Handlung erst beim Schreiben richtig entwickelt.
- Denken Sie sich eine kurze Hintergrundgeschichte für Ihre Hauptfiguren aus. Wenn Sie wissen, aus welchen Verhältnissen diese stammen, womit sie gerne ihre Zeit verbringen und welche Leidenschaften und Ambitionen sie haben, wird es Ihnen leichter fallen, ihr Handeln authentisch zu schildern. Wenn Sie Lust haben, können Sie auch eine Kurzbiografie zu den einzelnen Figuren schreiben.
- Orientieren Sie sich beim Schreiben an Ihren Erstnotizen, halten Sie aber nicht sklavisch an diesen fest. Wenn Ihnen, während Sie die Erzählung verfassen, eine neue Idee kommt, folgen Sie dieser ruhig. Sie können auch später noch die ursprünglich angedachte Geschichte weiterschreiben und prüfen, welche Variante Ihnen besser gefällt.
- Werfen Sie auch immer wieder einen Blick auf das Bild, wenn Sie nicht weiterkommen, vielleicht finden Sie dann neue Inspiration. Sollte die Erzählung allzu sehr ins Stocken geraten, gönnen Sie sich erst einmal eine Pause und beschäftigen Sie sich mit etwas anderem. Oftmals bringt diese Abwechslung die Kreativität wieder in Schwung.
- Versuchen Sie, Ihren "inneren Zensor" auszuschalten, und lassen Sie sich nicht von aufkommenden Zweifeln an Ihrer Erzählung irritieren. Schreiben Sie diese zu Ende und lassen Sie sie vor der Überarbeitung erst einmal einen Tag liegen, wenn möglich auch länger.