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Erzählerische Mittel erkennen - Anleitung

Die Frage, wie man erzählerische Mittel erkennt und diese dann auch entsprechend in eine Interpretation einbettet, beschäftigt Sie als Schüler.

Auseinandersetzung mit Büchern
Auseinandersetzung mit Büchern © olga meier-sander / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Roman oder
  • Gedicht oder
  • Drama

Mit der Aufgabenstellung, die erzählerischen Mittel herauszufinden, werden Sie in Ihrer Schulzeit oft an den Rand der Verzweiflung getrieben. dennoch ist es gar nicht so schwierig, erzählerische Mittel in der Literatur zu erkennen.

Erzählerische Mittel als notwendige Gestaltungsmittel in der Erzählkunst

  1. Es gibt eigentlich nur wenig erzählerische Mittel, die für Sie in Ihrer Interpretation eine wesentlich Rolle spielen.
  2. Wenn man Sie sie kennen  und nach einem Schema abarbeiten, ist dieser Teil der Interpretation für Sie mit nur geringem Aufwand zu bewältigen.
  3. Beziehen Sie als erzählerische Mittel die Erzählhaltung, die Zeit und die kommunikative Gestaltung ein.

Erzählhaltung als wichtigstes Element der Prosa

  1. Eine Möglichkeit  der Erzählhaltung ist die sogenannte auktoriale Erzählhaltung.
  2. Der Erzähler tritt als Person im Roman oder der Kurzgeschichte auf.
  3. Wichtig ist immer, dass Sie den Erzähler nie mit dem Autor identifizieren.
  4. Sie erkennen den auktiorialen Erzähler immer daran, dass er selbst Teil des Erzählten ist und auch über das Geschehen urteilt.
  5. Dieser Erzähler spricht auch den Leser immer direkt an, d. h. der Erzähler erwartet auch vom Leser, dass er eine Position bezieht.
  6. Die personale Erzählhaltung ist das Gegenteil des zuvor genannten Erzählers.
  7. In dieser Erzählhaltung sprechen nur die Personen. Der Erzähler bleibt außen vor mit seiner Wertung und Meinung.
  8. Haben Sie die Erzählhaltung geklärt, gehen Sie zur Zeitbestimmung über.

Analyse der Erzählzeit und der erzählten Zeit

  1. Die Frage der Zeit ist in der Prosa bzw. im Drama von nicht zu unterschätzender Bedeutung.
  2. Decken sich die Erzählzeit und die erzählte Zeit sprichen Sie von einer Zeitdeckung. Das bedeutet, der Leser braucht genauso viel Zeit zum Lesen, wie das Geschehene dauert.
  3. Ist die Erzählzeit länger als die erzählte Zeit, d. h. der Leser braucht länger zum Lesen, als die Handlung tatsächlich dauert, deuten Sie dies als Zeitdehnung. Das ist dann meist der Fall, wenn der Autor das Geschehen sehr ausführlich beschreibt.
  4. Ist im Gegensatz dazu die erzählte Zeit länger als die Erzählzeit spricht man von einer Zeitraffung. Als Bespiel hierfür sind solche erzählten Geschnisse, die über einen längeren Zeitraum dauern, aber Sie als Leser brauchen weniger Zeit zum Lesen.

Wertung der kommunikativen Gestaltung in Prosa

  1. Hier brauchen Sie auch nicht allzu viel zu wissen.
  2. Sie müssen nur zwischen Dialog und Monolog unterscheiden.
  3. In einem Dialog sind immer mindestens zwei Personen beteiligt.
  4. Einen Monolg erkennen Sie immer daran, dass die handelnde Person immer über sich selbst reflektiert bzw. über die eigenen Gefühle spricht.

Wenn Sie nach dieser Vorgabe Ihre nächste interpretation abarbeiten, sollten Sie mehr Freude an dieser Aufgabe haben.

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