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Erwerbsminderungsrentenantrag - so vermeiden Sie Fehler

Der Erwerbsminderungsrentenantrag steht am Ende der Zahlung des Krankengeldes. Das heißt, nach der Dauer von 18 Monaten Krankentagegeldbezug und keiner Aussicht auf Genesung besteht der Anspruch.

Antrag auf Erwerbsminderung rechtzeitig stellen.
Antrag auf Erwerbsminderung rechtzeitig stellen.

Den Erwerbsminderungsrentenantrag rechtzeitig stellen

  • Wenn Sie nach einer Erkrankung länger als sechs Wochen krank sind, endet in der Regel die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Ab dem 43. Krankheitstag erhalten Sie Krankentagegeld von der Krankenkasse.
  • Das Krankentagegeld ist auf 18 Monate befristet. Sollte die Erkrankung über diesen Zeitpunkt hinaus bestehen, können Sie einen Erwerbsminderungsrentenantrag stellen. 
  • Der erste Schritt ist, dass Sie rechtzeitig mir Ihrem Arbeitgeber über Ihre Rechten und Pflichten bei Antragsstellung sprechen. Eventuell wird das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt, sondern bleibt weiterhin ohne Lohnzahung bestehen. Informationen dazu erhalten Sie aus dem Tarifvertrag.
  • Im nächsten Schritt, möglichst ein halbes Jahr vor Ablauf der Tagegeldzahlung, stellen Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger den Erwerbsminderungsrentenantrag. Diese Zeit sollte für eine Antragsprüfung ausreichend sein.

Die soziale Absicherung rechtzeitig klären

  • Sollte es nicht sicher sein, dass Sie unwiderruflich keiner Tätigkeit mehr nachgehen können, erfolgt erst einmal eine zeitliche Limitierung der Rentenzahlung auf drei Jahre.
  •  Diese Befristung kann insgesamt zwei mal verlängert werden. Das heißt, der Erwerbsminderungsrentenantrag kann widerruflich auf maximal neun Jahre bewilligt werden. Danach besteht ein unwiderruflicher Rentenanspruch. 
  • Wichtig ist darüber hinaus, dass Ihr behandelnder Arzt alle notwendigen Unterlagen für den Erwerbsminderungsrentenantrag bei der ersten Vorlage zur Verfügung stellt. 
  • Sollte die Bearbeitungsdauer nicht mit dem Ende des Tagegeldbezuges abgeschlossen sein, ist es wichtig, dass Sie sich sofort bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. So ist die finanzielle Absicherung bis zur endgültigen Antragsbearbeitung sicher gestellt. 
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