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Erste-Hilfe-Ausbilder werden - so geht's

Viele Rettungsdienste und Hifsorganisationen halten Erste-Hilfe-Kurse ab. Dafür brauchen sie auch immer wieder Ausbilder. Ein solcher zu werden, ist gar nicht so schwer.

Auch die Johanniter bieten Kurse zum Erste-Hilfe-Ausbilder an.
Auch die Johanniter bieten Kurse zum Erste-Hilfe-Ausbilder an. © Arno_Bachert / Pixelio

Erste-Hilfe-Kurse leiten

Erste-Hilfe-Kurse leiten kann zwar prinzipiell jeder Interessierte, ohne gründliche Schulung geht das aber natürlich nicht.

  • Für Führerscheinbewerber ist der Erste-Hilfe-Kurs Pflicht und auch viele andere Bürger absolvieren entsprechende Kurse, um in einem Notfall sachgemäß helfen zu können. Solche Kurse müssen von qualifizierten Personen, die selbst entsprechend geschult sind, abgehalten werden.
  • Die Leiter der Kurse, die andere dazu befähigen im Notfall zu helfen, werden in der Regel  Erste-Hilfe-Ausbilder genannt. Sie sind oft ehrenamtlich tätig, wobei sie meist eine Aufwandsentschädigung erhalten, einige Institutionen beschäftigen die Kursleiter auch auf Nebenjobbasis. Häufig sind Interessenten bereits Mitglied bei einem Rettungsdienst oder einer Hilfsorganisation, teilweise sind es auch Berufstätige, die einen sinnvollen Nebenjob suchen, oder Studenten, die ein wenig Geld verdienen möchten.

So können Sie Ausbilder werden

Wer sich als Ausbilder für Notfall-Kurse qualifizieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten.

  • Neben privaten Qualifizierungsunternehmen oder Institutionen wie dem TÜV sind es vor allem Rettungsdienste und Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, kurz DRK, die Johanniter, der Malteser Hilfsdienst oder die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, die Kursleiter ausbilden.
  • Je nach Anbieter unterscheiden sich die Kurse etwas, auch müssen verschiedene Anforderungen erfüllt werden. Die Johanniter beispielsweise vermitteln den angehenden Kursleitern neben medizinischem Wissen auch rhetorische, methodische und didaktische Kenntnisse. Ehrenamtliche Mitglieder der Johanniter können den Kurs kostenlos besuchen. Grundsätzlich kann sich jedoch jeder Interessierte an die Johanniter wenden. Medizinisches oder pädagogisches Vorwissen ist zwar hilfreich, jedoch keine Bedingung. Das DRK wiederum bildet in der Regel Rotkreuz-Angehörige zu Ausbildern aus, die sich dazu bereit erklären müssen, hinterher regelmäßig Kurse zu geben. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, bereits das Rotkreuz-Einführungsseminar besucht haben, im vorangegangenen halben Jahr an mindestens einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen und eine Sanitäts- oder gleichwertige Ausbildung mit Prüfung absolviert haben. Möglich ist auch eine höherwertige Ausbildung, beispielsweise zum Rettungshelfer.
  • Die Lehrgänge finden teilweise abends statt und teilweise an mehreren Wochenenden. Beim DRK werden die Kurse meist am Stück abgehalten, sie beginnen jeweils samstags und enden am darauf folgenden Freitagnachmittag.

Da die Abläufe und Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind, empfiehlt es sich für Interessierte, bei den Institutionen vor Ort anzufragen und die für sie passende Einrichtung auszuwählen.

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