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Erregerspule - die Funktion am Beispiel erklärt

Der Laie könnte geneigt sein, bei dem Begriff "Erregerspule" an etwas Schlüpfriges zu denken. Dabei würde er jedoch gründlich danebenliegen. Der Begriff findet viel mehr in der Elektronik Verwendung. Tatsächlich werden auch Sie unwissentlich die eine oder andere Spule in Ihrem Haushalt haben, ohne dies zu wissen. Doch was ist so eine Erregerspule eigentlich genau, wie funktioniert sie und wo wird sie verwendet?

Spulen sind ein wichtiger Bestandteil von Elektromagneten.
Spulen sind ein wichtiger Bestandteil von Elektromagneten.

Die Erregerspule ist Bestandteil eines Elektromagneten

  • Um zu verstehen, was eine Erregerspule ist, müssen Sie sich erst einmal mit der Wirkungsweise eines Elektromagneten vertraut machen. Vereinfacht kann man sagen, dass wenn ein Stromfluss vorhanden ist, ein Magnetfeld entsteht. Bei einem einfachen Leiter in Form eines Kupferdrahtes wäre dieses Feld jedoch recht schwach. Verstärke lässt sich die Wirkung jedoch, indem man den (isolierten) Draht aufwindet und so einen ziemlich langen Leiter auf kleinem Raum herstellt. Der magnetische Effekt lässt sich noch verstärken, indem man den Leiter um einen Eisenkern herumwickelt. Wird diese Konstruktion in einen Stromkreis angebunden, liegt ein Elektromagnet vor.
  • Bei der Erregerspule handelt es sich letztlich genau um die beschriebene Spule, mit deren Hilfe der Elektromagnet funktioniert. Sie werden entsprechende Spulen also in quasi jedem elektronischen Gerät finden, welches einen Elektromagneten beinhaltet.

Ein Beispiel für die Anwendung der Spule

  • Eine Erregerspule wird etwa in Transformatoren verwendet. Diese benutzen Sie zum Beispiel in Form eines Netzteils, um die 230 Volt Spannung Ihrer Steckdose so weit herunterzubrechen, dass Sie ein elektronisches Gerät wie Ihr Handy daran aufladen können.
  • Ein solcher Transformator verfügt über eine sogenannte Primär- und eine Sekundärspule. Durch die Primärspule wird Wechselstrom geleitet. Durch den Wechselstrom baut sich ein Magnetfeld auf, kollabiert und baut sich erneut auf. Hierdurch wird mittels Induktion auch in der benachbarten Sekundärspule ein Stromfluss erzeugt. Dieser hat dann, wenn das richtige Netzteil verwendet wurde, genau die richtige Spannung für den Verbraucher: Ihr Handy wird aufgeladen.
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