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Erdorchideen-Pflege - so geht's

Orchideen gehören zu den schönsten und anmutigsten Pflanzen überhaupt. Neben Orchideen, die auf Felsen, Steinen und in Bäumen wachsen, gibt es auch Arten, die in der Erde wachsen, sogenannte Erdorchideen. Die Pflege solcher Erdorchideen ist nicht aufwendiger als die anderer Orchideen-Arten.

Erdorchideen sind anspruchslos in der Pflege.
Erdorchideen sind anspruchslos in der Pflege.

Was Sie benötigen:

  • Orchideensubstrat
  • Begleitpflanzen

Wissenswertes über Erdorchideen

  • Erdorchideen sind wild vorkommende Orchideenarten in Deutschland, die sich gut an das mitteleuropäische Klima angepasst haben. Ihre Besonderheit ist, dass sie mit einem Pilz in Symbiose leben (Ammenpilz). Bei dieser Symbiose versorgt die Pflanze den Pilz mit Stoffen aus der Fotosynthese und der Pilz begünstigt bzw. verbessert die Versorgung der Orchidee mit Nährstoffen aus dem Boden.
  • Erdorchideen sind im Handel als Orchideensubstrat erhältlich, in denen dieser sogenannte Ammenpilz bereits enthalten ist. Dieser Ammenpilz benötigt eine entsprechende Begleitflora, da nur das Wurzelwerk dieser Begleitpflanzen in der Lage ist, den Ammenpilz zu aktivieren. Geeignete Begleitpflanzen sind z. B. die Dreiblattlilie oder das Leberblümchen, die - wie auch andere Begleitpflanzen - zum Orchideensubstrat mit erworben werden können. Fragen Sie am besten in speziellen Gartenfachmärkten oder beim Gärtner nach.
  • Draußen überwintern die Erdorchideen als Rhizom im Boden und treiben im Frühjahr wieder aus. Winterharte Erdorchideen im Topf sollten Sie auf jeden Fall frostfrei überwintern, da sie im Topf dem Frost ausgesetzt sind und in der Form nur leichte Fröste überstehen würden. Die Pflege bzw. Haltung von Erdorchideen im Zimmer ist auch möglich. Hierfür eignen sich Sorten aus wärmeren Regionen - wie beispielsweise einige Arten der Ponthieva, sowie Ludisia discolor, Habenaria rhodocheila und Macodes petola.

Pflanzung und Pflege dieser beeindruckenden Orchideen

Die Pflege der Erdorchideen richtet sich nach den jeweiligen Ansprüchen, die nach Art der Kultur, z. B. für den Garten, das Zimmer oder das Gewächshaus, unterschiedlich sind. Für den Garten und den gesamten Außenbereich eignen sich ausschließlich winterharte Sorten. Für die Kultur im Zimmer eignen sich Erdorchideen aus wärmeren Regionen.

  1. Nach dem Kauf des jeweiligen Orchideensubstrates nebst Begleitpflanzen sollten Sie zunächst auf der Fläche, auf der die Erdorchideen gepflanzt werden sollen, sämtliche Unkräuter und Wurzeln entfernen und den Boden gut auflockern.
  2. Danach pflanzen Sie zuerst die Begleitpflanzen, falls noch keine entsprechenden Pflanzen in diesem Bereich vorhanden sind. Nun mischen Sie das Orchideensubstrat mit drei Teilen Gartenerde. Die Gartenerde sollte vom jeweiligen Pflanzplatz entnommen sein. Nun können Sie das Substrat zwischen den Begleitpflanzen verteilen und die Orchidee einsetzen. Verwenden Sie zum Pflanzen auf keinen Fall gedüngte Erde oder Kompost.
  3. Nach dem Pflanzen die Erdorchideen gut angießen. Bei der Pflege im Sommer sollten Sie darauf achten, dass das Substrat immer feucht bleibt und nie austrocknet. Zur Düngung können Sie einmal im Jahr - am besten im Spätherbst - einen kaliumbetonten Dünger ausbringen. Besser ist es aber, den Boden regelmäßig mit einer 2-3 cm dicken Schicht aus Buchenlaub abzudecken, da dieser als natürlicher Dünger fungiert.

Zum Schutz der Wurzeln und damit der Pflanzen sollten Sie den Boden nach der Pflanzung nicht mehr bearbeiten. Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es ratsam, die Pflanze mit einem leichten Winterschutz zu versehen, z. B. mit Tannenreisig oder trockenem Laub. Ansonsten benötigen die Erdorchideen keine besondere Pflege, jedoch sollten Sie bereits beim Kauf die unterschiedlichen Ansprüche der jeweiligen Arten berücksichtigen.

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