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Erdnüsse und Elefanten? - Wahrheiten über Tierklischees

Elefanten essen gerne Erdnüsse, Elstern sind diebisch und Hunde beißen immer den Briefträger - alles Klischees, die wohl jeder schon mal gehört hat, aber ist da wirklich etwas dran?

Die Elster - ein fliegender Dieb?
Die Elster - ein fliegender Dieb?

Elefanten können Erdnüssen nicht widerstehen - oder doch?

  • Elefanten sind nicht gerade kleine Tiere und benötigen ungefähr 200 Kilo Nahrung pro Tag. In der Regel sind sie damit 17 Stunden beschäftigt. Da Elefanten Allesesser sind, haben sie dementsprechend auch eine große Auswahl an Nahrung, bevorzugen aber Gräser und Blätter. Mit auf dem Speiseplan stehen auch Äste, Rinde und Früchte.
  • Der Mythos, dass Elefanten total gerne Erdnüsse essen, ist daher nicht ganz falsch, denn wenn ihnen Erdnüsse vor den Rüssel kommen, können Sie davon ausgehen, dass diese auch verspeist werden. Aber von Lieblingsessen zu reden, ist wohl etwas übertrieben. Die Dickhäuter essen generell gerne und viel, sodass sie kaum etwas verschmähen, was ihnen angeboten wird.

Die Elster - der Juwelendieb der Lüfte?

  • Schon jedes Kind weiß, Elstern mögen glänzende Dinge und klauen diese gerne, aber ist das auch wirklich wahr? Die Antwort ist "ja". Aber damit sind die Elstern keine Ausnahme in der Vogelwelt.
  • Die schwarz-weißen Diebe der Lüfte sind sehr neugierig und recht intelligent. Gerne betrachten sie ihr Spiegelbild in glänzenden Objekten und interessieren sich generell für in ihren Augen seltsame Dinge. Um diese zu untersuchen, werden die Gegenstände gerne entwendet, damit sie im heimischen Nest genauestens betrachtet werden können. Allerdings tun dies auch andere Vogelarten. Elstern stibitzen also nur aus Neugierde und nicht, wie man ihnen nachsagt, aus Habgier.

Ist der Briefträger der natürliche Feind des Hundes?

  • Selbstverständlich ist ein Briefträger nicht der natürliche Feind des Hundes, wobei auch hier ein Quäntchen Wahrheit im Klischee enthalten ist. Zwischen beiden Parteien ist durchaus ein gewisses Problempotenzial vorhanden, wenn man sich nur die Berichte von Vorfällen anschaut, bei denen ein Briefträger von einem Hund angegriffen wurde. Aber warum ist das so?
  • Hierfür gibt es mehrere Erklärungsansätze, die versuchen, das Phänomen zu deuten. Der erste Ansatz ist recht logisch und erklärt die Reaktion des Hundes auf den Postboten mit dem Revierverhalten des Tieres. Der Briefträger wird als Eindringling gesehen, der aus dem Revier vertrieben werden muss.
  • In einer weiteren Theorie wird von einer "Gewöhnungssache" gesprochen. Ist ein Hund noch jung und trifft auf einen Briefträger, wird er diesen eventuell anbellen, was mit dem natürlichen Revierverhalten zu tun hat. Verschwindet der Briefträger nach Abgabe der Post wieder, merkt sich der Hund: "Aah, mein Bellen hat funktioniert, der Eindringling verschwindet wieder." Und somit hat sich der Hund schon von klein auf dieses Verhalten angewöhnt. Damit dies nicht passiert, sollte dem Hund schon früh beigebracht werden, dass der Briefträger kein Eindringling ist. Dies geht besonders gut, wenn der Briefträger Leckerlis dabei hat und so schon früh ein gutes Verhältnis zu dem Hund aufbauen kann.
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