- 19.06.2011 Karla Pauer
Auftreten von Erdhummeln im Garten
Einige Insektenvölker sind sehr hartnäckig. Die Ameisenstraße an der Hauswand oder auf der Terrasse möchte man sich lieber ersparen, sonst machen sich die Insekten über die eigenen Lebensmittel her. Ebenfalls sehr aufdringlich sind Wespen, die Ihre Nester auch gerne in menschlichen Behausungen einbauen, nicht nur für Allergiker eine Gefahr, da Wespen recht aggressiv sind. In dieser Hinsicht sind Hummeln weitaus harmloser und bevölkern zumeist menschliche Behausungen auch nicht unmittelbar.
- Erdhummeln und andere Hummelarten bilden Völker von mehreren Hundert Tieren. Gerne werden verlassene Mäusebauten bezogen. Die Königin, die als Einzige des Hummelvolks überwintert, sucht im Frühjahr nach einem geeigneten Ort, der nicht selten über sehr kleine Einstiegslöcher zu erreichen ist und oft zwischen Steinen oder tief in der Erde liegt.
- Die Königin gebiert zunächst eine Generation Arbeiterinnen, die das Nest für die nächste Hummel-Generation bauen und Nahrung sammeln. Über ihre bloße Anwesenheit hinaus, stellen Hummeln eigentlich keine Gefahr dar - wenn nicht gerade eines der Insekten zwischen den Fingern klemmt. Dann würden Erdhummeln höchstwahrscheinlich stechen, was etwa so schmerzhaft wäre wie ein Bienen- oder Wespenstich.
- Einige Naturfreunde benutzen auch sogenannte Nistkästen oder -hölzer, um entweder Hummeln im Garten an- bzw. umzusiedeln, da Sie sehr nützlich für das Bestäuben von Bäumen und Blütenpflanzen sind. Letzteres würde allerdings verlangen, dass Sie die dicke Königin einfangen, wenn Sie diese im Frühjahr im Garten auffinden und Sie in den neuen Nistplatz einsetzen, diese den neuen Nistplatz also annimmt. Hummelkästen müssen speziellen Anforderungen genügen und haben eine ähnliche Kastenform wie Bienenkästen.