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Erbsen-Aussaat

Erbsen sind eine Delikatesse. Die Aussaat des anspruchslosen Gemüses ist einfach und bringt gute Ernten zum Frischverzehr oder Konservieren.

Die Aussaat von Erbsen lohnt sich.
Die Aussaat von Erbsen lohnt sich. © wrw / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Erbsensamen
  • Reisig als Stütze für hohe Sorten
  • Harke

Die Aussaat von Erbsen ist leicht. Einmal aufgegangen brauchen Erbsen zum Wachsen nur Sonne und Wasser. Das schnellwüchsige Gemüse muss selten gehackt werden. 

Aussaat planen und vorbereiten

Bei Erbsen unterscheiden Sie drei Sorten: Markerbsen, Palerbsen, auch Schalerbsen genannt, und Zuckererbsen. Zuckererbsen werden ganz jung geerntet und mit der Schale gekocht oder roh genascht. Markerbsen sind süß und zart, solange sie jung sind. Palerbsen eignen sich am besten zum Trocknen. Mark- und Palerbsen werden aus der Schote gepellt.

Erbsen nehmen wie alle Leguminosen mit Hilfe von Bakterien Stickstoff aus der Luft auf und reichern den Boden mit Nährstoffen an. Sie düngen auf eine ganz natürliche Weise. Wenn Sie im August neue Erdbeeren pflanzen wollen, können Sie auf diesem Beet vorher Erbsen anbauen. So kommen die Erdbeeren auf einen gut vorbereiteten Boden.

Junge Erbsen im Beet.
Junge Erbsen im Beet. © Heike Nedo

Da Erbsen allgemein nicht so frostempfindlich wie Bohnen sind, kommen sie bereits im März oder April in den Boden. Je nach Sorte erfolgt die Aussaat von frostharten Markerbsen sogar schon Anfang Oktober für das nächste Jahr. Schnell wachsende Sorten können Sie bei guter Witterung ein zweites Mal im August aussäen. Mit etwas Glück wächst eine späte Ernte heran.

Erbsen aussäen

Lockern Sie den Boden im Herbst und reichern Sie ihn mit Komposterde an. Obwohl Erbsen in jedem Gartenboden wachsen, sind sie für die Komposterde dankbar. Wenn Sie diesen Schritt versäumt haben, säen Sie in ein zeitnah aufgelockertes Beet.

  1. Abstände einhalten. Die Aussaat der Erbsen - niedrige Sorten - nehmen Sie in zwei Reihen gegenüber vor, im Abstand von etwa 20 Zentimetern und 2 Zentimeter tief. Der Abstand zwischen den einzelnen Samenkörnern beträgt ebenfalls 2 Zentimeter.
  2. Samen einlegen. Ziehen Sie dazu mit dem Stiel einer Harke eine Rille in den Boden und legen Sie die Samen hinein.
  3. Erde andrücken. Anschließend wird die Rille mit der Harke vorsichtig zugeschoben und die Erde darüber angedrückt.
  4. Samen wässern. Nun fehlt noch das Angießen und Sie sind mit der Aussaat fertig.

Für hohe Sorten - bis zu 1,30 Meter - benötigen Sie in der Reihe eine Reisigstütze. Stecken Sie in die Mitte des Beetes zwei Reihen Reisig, sodass sich die Stöcke aneinander lehnen. Rechts und links erfolgt die Aussaat der Erbsen.

Sie können anstelle von Reisig jede andere Stütze verwenden. In die Erde gesteckte Stöcke an den vier Ecken des Beetes und darum gezogene Schnüre dienen als Rankhilfe.

Vögel picken gerne die Samenkörner der Erbsen auf. Schützen Sie Körner durch ein Netz oder beschleunigen Sie die Keimdauer. Dazu legen Sie das Saatgut 24 Stunden vor der Aussaat in Wasser. Das mindert die Gefahr, von Vögeln gefressen zu werden. Wenn Sie viel mit Schneckenfraß im Garten kämpfen, sollten Sie möglichst früh aussäen.

Bald brauchen die Pflanzen eine Stütze.
Bald brauchen die Pflanzen eine Stütze. © Heike Nedo

Anbau in Mischkultur

Wie bei allem Gemüseanbau ist es von Vorteil, bei Erbsen auf gute und schlechte Nachbarn im Beet zu achten. Gerne teilen sich Erbsen das Beet mit Radieschen, Rettichen, Möhren, Roter Beete, Salat oder Kohl.

Sie können zum Beispiel in die Mitte des Beetes eine Reihe Rosenkohlpflanzen setzen. Dann folgen rechts und links die Erbsen und ganz außen noch einmal je eine Reihe Radieschen. Der Rosenkohl wird erst dann richtig groß, wenn die Ernte der Erbsen abgeschlossen ist. Das Kraut kann gleich als Mulchmaterial liegen bleiben.

Schlechte Nachbarn für Erbsen sind Tomaten und Stangenbohnen. Diese sollten nicht im Vorjahr auf demselben Beet der Erbsen gestanden haben. 

Schädlingen vorbeugen

Halten Sie unbedingt einen Fruchtwechsel ein, sonst haben Sie Probleme mit dem Erbsenwickler. Dieser ist ein kleiner brauner Nachtfalter, dessen Larven als Kokon im Boden überwintern. Im Frühjahr verpuppen sie sich und der später schlüpfende Falter legt im Mai bis Juni seine Eier an die Schoten und Blätter. Die Larven fressen sich in die Schoten, dringen in die Erbsen ein und machen sie unbrauchbar. 

Auf biologische Weise können Sie den Erbsenwickler bekämpfen, indem Sie seine natürlichen Feinde fördern: Vögel, Lauf- und Weichkäfer, Igel und Schlupfwespen.

Die oben genannte Fruchtfolge und die Aussaat in Mischkultur helfen den Falter in Schach zu halten.  

Reife Zuckererbsen und Blüten an einer Pflanze.
Reife Zuckererbsen und Blüten an einer Pflanze. © Heike Nedo

Art Eigenschaften

Sorten

 

Übersicht über Erbsensorten

Zuckererbsen

süß im Geschmack

roh mit Schale essen oder kurz dünsten

Canosa, Nofila, Schweizer Riesen (diese brauchen unbedingt eine Rankhilfe), Früher Heinrich
Markerbsen

ebenfalls süß, solange sie jung sind, werden meistens ausgepellt und gekocht

Sperlings Resi, Nova, Aldermann (späte Sorte), Salout, Winfrieda (für Oktobersaat), Blauschocker/ Kapuzinererbse (mit blauen Hülsen)  
Palerbsen (Schalerbsen) beste Sorten zum Trocknen, sehr robust im Anbau Kleine Rheinländerin (sehr frühe Sorte), Maiperle, Frühe Harzerin

 

Die Übersicht enthält die nur wichtigste Auswahl und kann aufgrund der Sortenvielfalt nicht vollständig abgebildet werden.

Eine Erbsen-Aussaat lohnt sich, denn für jeden Geschmack ist etwas dabei. Für ein Kinderbeet sind Zuckererbsen hervorragend geeignet. Die Samenkörner lassen sich von Kinderhänden gut greifen. Sie gehen schnell auf und die reifen Früchte können direkt vom Beet genascht werden.

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