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Epoxy richtig verwenden

Epoxy, auch als Epoxidharz bekannt, wird von Heimwerkern für viele Zwecke eingesetzt. Obwohl auf den Packungen genaue Anleitungen stehen, wird es oft falsch verwendet. Das liegt meist daran, dass die Gebrauchsanweisungen oft unverständlich oder ungenau sind.

Halten Sie das Mischungsverhältnis genau ein.
Halten Sie das Mischungsverhältnis genau ein.

Grundsätzliches zu Epoxy

  • Es handelt sich bei Epoxy um ein sogenanntes Reaktionsharz. Sie bekommen immer zwei Substanzen, das Harz und den Härter. Diese dürfen Sie erst kurz vor der Anwendung miteinander mischen. Auf den Packungen stehen immer genaue Angaben über das richtige Mischungsverhältnis. Es ist sehr wichtig, dass Sie dieses exakt einhalten. Je nach Hersteller gibt es Messbecher, Messlöffel oder Gewichtsangaben. Schätzen Sie nicht, sondern messen Sie genau ab.
  • Nun ist das Harz für einige Zeit flüssig bis zähflüssig und kann verarbeitet werden. Diese Zeit wird Topfzeit genannt. Diese ist auf den Packungen angegeben. Nach Abkauf dieser Zeit kann das angemischte Epoxy nicht mehr verwendet werden, weil die chemischen Reaktionen zu weit fortgeschritten sind. Das gilt auch dann, wenn die Masse sich noch auftragen lässt, diese also dazu noch nicht zu fest ist.
  • Nach der Topfzeit ist die Reaktion noch nicht abgeschlossen. Diese dauert noch einige Zeit an. Auf der Packung steht in der Regel auch eine Angabe, wann das Harz seine Endfestigkeit erreicht hat. Erst nach dieser Zeit ist es nicht mehr chemisch aktiv.

Häufige Fehler bei der Verwendung des Harzes

  • Die Reaktion läuft umso heftiger und schneller ab, je wärmer es ist. Eine Erhöhung der Temperatur um 10°C halbiert in der Regel die Topfzeit. Wenn Sie also eine lange Topfzeit brauchen, müssen Sie das Harz kühl halten. Aber wenn es zu kühl ist, bindet es nicht richtig ab. Die Angaben über die Verarbeitungstemperatur, die auf den Packungen stehen, werden von Heimwerkern oft nicht eingehalten.
  • Es kann gefährlich werden, wenn Sie das Epoxy bei Temperaturen verarbeiten, die höher sind, als auf der Packung angegeben. Das Harz erwärmt sich während des Härtens. Bei zu hohen Außentemperaturen wird es so heiß, dass Sie sich daran verbrennen können. Es können sogar Brände entstehen.
  • Häufig werden zu große Mengen auf einmal angerührt. Die Topfzeit verringert sich, je größer die angerührte Menge ist. Das Problem ist, dass Sie bei größeren Mengen eine kürzere Zeit haben, als bei kleinen Mengen, um das Harz zu verarbeiten. Aus diesem Grund sollten Sie immer nur kleine Mengen anrühren.
  • Das Mengenverhältnis von Härter zu Harz muss genau eingehalten werden. Auch hier sind Heimwerker oft zu nachlässig. Zu viel Härter erhöht die Reaktionszeit und -temperatur, außerdem sinkt die Topfzeit. Das ausgehärtete Epoxy ist hart, spröde und an der Oberfläche klebrig. Zu wenig Härter bedeutet, dass ungehärtetes Harz zurückbleibt, das Endprodukt bleibt weich.
  • Ein weiterer Fehler, der oft begangen wird, ist, dass die beiden Komponenten nicht ausreichend vermischt werden. Diese Problematik tritt bei großen Mengen Harz natürlich besonders häufig auf. Wenn Sie die Bestandteile nicht richtig mischen, haben Sie Zonen mit Härterüberschuss, die also zu spröde werden und andere die weich bleiben, weil Harzüberschuss herrscht.

Sie sollten daher die Verarbeitungstemperatur einhalten und nur kleine Mengen sorgfältig mischen.

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