Ursachen und Symptome bei Epilepsie beim Hund

  • Der aus dem Altgriechischen stammende Begriff Epilepsie bedeutet „der Anfall“. Darunter sind spontane, kurz andauernde Krampfanfälle gemeint, bei denen das zentrale Nervensystem besonders erregt ist und starke Impulse sendet. Es wird auch als Gewitter im Gehirn bezeichnet.
  • Während eines Krampfanfalls sind vielfältige Symptome zu beobachten. Strampeln, Zucken, Bellen, Speicheln und das Verlieren von Kot und Urin kommen am häufigsten vor. Nach so einem Anfall kehren die meisten Hunde wieder in ihren Alltag zurück und benehmen sich wie zuvor. Andere zittern noch eine Weile, wirken desorientiert und unsicher.
  • Bei der Epilepsie werden zwei Arten unterschieden. Die gängigen Bezeichnungen dafür sind die primäre und die sekundäre Epilepsie. Beim ersteren ist die Krankheit vererbt und daher leider nicht heilbar, was jedoch nicht bedeutet, dass man ihre Stärke nicht reduzieren kann. Die zweite Art dagegen ist eine Folge von einer vorherigen Krankheit und wird durch sie verursacht. Somit lässt sie sich manchmal behandeln, weil die Ursache bekannt ist.

Zu ergreifende Maßnahmen bei einem Anfall

  • Dokumentieren Sie die Symptome während eines Anfalls schriftlich oder mit Ihrer Kamera. Informieren Sie Ihren Tierarzt darüber, damit er die Art der Erkrankung feststellen und in die Krankheit besser eingreifen kann. Denn ein Anfallsleiden lässt sich bei einem Tierarztbesuch nicht immer zeigen, da Ihr Vierbeiner außerhalb der Krämpfe gesund wirkt.
  • Wenn die Krankheit sich der primären Epilepsie zuordnen lässt, so bekommt Ihr Hund Medikamente verschrieben, die den Anfall weniger heftig lassen werden und sich dadurch kontrollieren lassen. Viele Tiere sind mit diesen Medikamenten nahezu anfallsfrei.
  • Ist es die sekundäre Form, so muss nach der Grundursache geforscht werden. In einigen Fällen kann durch Beheben der ursächlichen Krankheit eine Heilung erfolgen. Oft handelt es sich aber um Veränderungen des Zentralnervensystems durch vorhergehende Erkrankungen. Diese sind nicht mehr rückgängig zu machen, sodass auch hier nur die Behandlung mit Epilepsiemedikamenten hilft.
  • Bei einem Krampfanfall können Sie Ihrem Hund am besten helfen, indem Sie alle Gegenstände in unmittelbarer Nähe entfernen. So kann er sich nicht verletzen. Versuchen Sie nicht, ihn zu beruhigen. In diesem Moment hat kein Hund mehr Kontrolle über sein Verhalten und könnte Sie dabei beißen.