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Enzyme im Speichel - Wissenswertes zur Funktion

Die im Speichel des Menschen enthaltenen Enzyme sorgen dafür, dass der Verdauungsprozess bereits in der Mundhöhle beginnt. Doch wie genau wirkt die Speichelamylase?

Die Kohlenhydratverdauung beginnt bereits im Mund.
Die Kohlenhydratverdauung beginnt bereits im Mund.

So funktionieren Enzyme

Enzyme erfüllen nicht nur im Speichel, sondern in sehr vielen Bereichen des Körpers wichtige Funktionen. Doch wie entfalten sie ihre Wirkung? 

  • Enzyme sind Proteine, deren Zusammensetzung wie die aller Eiweiße durch bestimmte Abschnitte der Gene gesteuert wird. Grundsätzlich beschleunigen sie chemische Reaktionen, indem sie die für den Beginn derselben benötigte Energie herabsetzen. 
  • Dabei ist jedes Enzym ganz speziell für eine bestimmte Reaktion verantwortlich. Es wirkt also nur für einen bestimmten Stoff. 
  • Enzyme entfalten ihre Wirkung, indem sie sich an das entsprechende Substrat binden. So ermöglichen sie etwa die Spaltung von Kohlenhydraten in der Mundhöhle. 
  • Nach dem Ablaufen der Reaktion bleibt das Enzym unverändert zurück. Es kann also prinzipiell erneut seine Aufgabe erfüllen. 

So wirkt die Speichelamylase 

Die im Speichel vorkommenden Enzyme werden unter dem Begriff Alphaamylase oder Ptyalin zusammengefasst. 

  • Ptyalin wird gemeinsam mit den anderen Bestandteilen des Speichels in den Speicheldrüsen gebildet. Werden die Drüsen stimuliert, etwa durch die Nahrungsaufnahme, wird die Freisetzung beschleunigt. 
  • Das Enzym beschleunigt die Spaltung von Polysacchariden. Darunter versteht man komplexe Zucker, wie etwa Stärke. Unter dem Einfluss von Ptyalin werden die Mehrfachzucker in kürzere Oligosaccharide gespalten. 
  • Nach dem Schlucken werden die Enzyme durch die Magensäure inaktiviert. Daher wird die Verdauung der Kohlenhydrate im Magen nicht fortgesetzt. 
  • Die Funktion der Alphaamylase kann ganz leicht praktisch nachvollzogen werden, indem ein Stück ungesüßtes Weißbrot lange im Mund gekaut wird. Nach einiger Zeit stellt sich ein süßer Geschmack ein - ein Zeichen für das Vorliegen kürzerkettiger Zucker. 
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