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Entzündeter Bauchnabel - so heilt er schneller

Ihr Bauchnabel hat sich schmerzhaft entzündet, vielleicht haben Sie sich ja erst kürzlich ein Bauchnabelpiercing stechen lassen? Auf alle Fälle schmerzt es sehr, ist gerötet und nässt immerzu. Erfahren Sie hier, wie Ihr entzündeter Bauchnabel schneller heilt...

Bei einem entzündeten Bauchnabel sollten Sie keine am Bauch anliegende Kleidung tragen.
Bei einem entzündeten Bauchnabel sollten Sie keine am Bauch anliegende Kleidung tragen.

Was Sie benötigen:

  • Hautdesinfektionsspray
  • antibakterielle Salbe (z. B. Betaisodona)
  • Wundauflage (Kompresse)
  • Pflaster (optional)

Ein entzündeter Nabel heilt meist nur langwierig

  • Hat sich Ihr Bauchnabel erst einmal durch kleinere Wunden entzündet, ist ein langwieriger Heilungsprozess oft vorprogrammiert. Gerade Entzündungen durch Bauchnabelpiercings heilen oft besonders schlecht ab. Die ungünstige Stelle ist verantwortlich dafür, oder auch unsachgemäßes Handling Ihres Piercingstudios. Oft drückt dann der Hosenbund und enge Kleidung auf den Nabel und es herrscht ein feuchtes Klima an dieser Stelle. Kombiniert mit dem größeren Druck entzündet sich dann Ihr Bauchnabel. Zusätzlich ist Ihr Bauchnabel durch das Beugen und Strecken Ihres Körpers, beim Hinsetzen beispielsweise, auch noch zusätzlich belastet. Ein Heilungsprozess von mehreren Monaten muss deshalb oft in Kauf genommen werden.
  • Eine Entzündung am Bauchnabel kann entstehen durch eine Haarfollikelentzündung, einen Abszess oder kleinere Verletzungen. Aber auch durch ein Bauchnabelpiercing oder durch das Verabreichen von Medikamenten über Spritzen neben dem Bauchnabel kann so eine Entzündung entstehen. Anzeichen sind eine schmerzhafte Verdickung des umliegenden Gewebes oder eine Verhärtung. Die Wunde ist gerötet und nässt oder eitert sogar.

So heilt Ihr Bauchnabel schneller ab

  • Ihr entzündeter Bauchnabel sollte mehrmals täglich gründlich gereinigt werden. Sie können dazu kalten Kamillentee verwenden, da dieser entzündungshemmend wirkt. Waschen Sie sich nun Ihre Hände mit Seife und trocknen Sie Ihre Hände ab oder ziehen Sie sich bei eitrigen Entzündungen Einmalhandschuhe an, da Eiterabsonderungen durch die enthaltenen Keime hochinfektiös sind. Entfernen Sie dabei bereits auslaufenden Eiter und verklebtes Wundsekret mit einer flusenfreien, sterilen Kompresse (aus der Apotheke). Zum Sparen können Sie eine Kompresse mit einer sauberen Verbandsschere halbieren.
  • Sprühen Sie nun Ihren entzündeten Bauchnabel mit einem Hautdesinfektionsmittel ein. Das kann etwas brennen. Lassen Sie anschließend die Hautdesinfektion nach den Angaben des Herstellers auf Ihrer Haut trocknen. Waschen Sie inzwischen Ihre Hände erneut, bevor Sie die nun gereinigte Wunde weiter versorgen. Die Handschuhe, die bei der Versorgung eitriger Entzündungen verwendet wurden, entsorgen Sie nun in Ihrem Hausmüll. Waschen Sie sich nun zur weiteren Versorgung Ihres Bauchnabels die Hände gründlich mit Seife.
  • Geben Sie etwas antibakterielle Salbe (z. B. Betaisodona) auf eine sterile Kompresse, legen diese auf Ihren entzündeten Bauchnabel und befestigen die Kompresse mit einem Pflaster auf Ihrer Haut. Vermeiden Sie, dass Ihr Hosenbund, Gürtel oder Ähnliches auf den Nabel drückt. Wechseln Sie die Kompresse nach jedem Reinigen Ihres Bauchnabels aus. Nach einem Bad sollte ein entzündeter Bauchnabel gut abgetrocknet und wieder neu verbunden werden.
  • Wenn Sie sich abends ausruhen, können Sie Ihren Bauchnabel auch an der Luft ohne Kompresse trocknen lassen, das verhilft zu einer schnelleren Heilung. Achten Sie darauf, dass Ihr Bauchnabel nicht allzu lange entzündet bleibt, da sich diese Entzündung ansonsten zu einer Sepsis (Blutvergiftung) ausweiten könnte. Heilt Ihr entzündeter Bauchnabel innerhalb der nächsten zwei Wochen nicht sichtlich, kann es sein, dass sich unterhalb der Haut eine für Sie unsichtbare Eiterblase gebildet hat. Suchen Sie deshalb einen Arzt auf, der Ihren Bauchnabel kontrolliert.
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