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Entstehung einer Wasserquelle - der Wasserkreislauf der Erde einfach erklärt

Wenn Regenwasser bei seinem Weg ins Erdinnere auf eine undurchlässige Schicht trifft, sammelt es sich als Grundwasser. Zur Entstehung einer Quelle kommt es dann, wenn es von allein an der Erdoberfläche austritt. Keine Wasserquelle gleicht der anderen. Es gibt sie als unscheinbare und oft kaum beachtete Sickerquellen bis hin zu imposanten Fallquellen in den Alpen.

Quellen sind der Ursprung von Bächen.
Quellen sind der Ursprung von Bächen.

Wer auf der Erde lebt, ist auf Wasser angewiesen. Das gilt für alle Lebewesen - Pflanzen, Tiere und Menschen. Pflanzen benötigen Wasser zum Wachsen. Menschen können nur wenige Tage ohne Wasser überleben. In Wüstengegenden sichert das nicht selten eine Wasserquelle.

Kreislauf des Wassers

Vom Weltraum aus betrachtet zeigt sich die Erde als ein blauer Planet. Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche bilden Ozeane, Bäche, Seen und Flüsse. Außerdem gibt es Wasser im gefrorenen Zustand als Schnee oder Gletscher. Wasser, welches sich unterhalb der Erdoberfläche befindet, nennt man Grundwasser.

  • Zusammenhängende Wasserreservoire bilden den Wasserkreislauf der Erde. Aus den Salzwasservorräten der Weltmeere entsteht Süßwasser. Dadurch wird die Erneuerung der Süßwasservorräte gesichert. Damit der Wasserkreislauf in Gang kommt, braucht es Sonne.
  • Deren Strahlung lässt Wasser aus den Meeren, Seen und Flüssen verdunsten. Auch dem Boden und den Lebewesen wird so Wasser entzogen. Alles verdunstete Wasser gelangt in die Atmosphäre. Winde verteilen den Wasserdampf über die ganze Erde.
  • Kühlt sich der Wasserdampf irgendwo ab, wird er wieder flüssig und gelangt als Niederschlag (Regen, Schnee) wieder auf die Erdoberfläche und füllt Meere, Seen und Flüsse.

Entstehung von Grundwasser und Wasserquellen

  • Schließlich erreicht Niederschlag den Boden und versorgt somit die Lebewesen. Wasser fließt vielfach von der Erdoberfläche ab. Doch ein Teil versickert auch und ermöglicht die Neubildung von Grundwasser, wenn es auf wasserundurchlässige Erd- und Gesteinsschichten trifft. 
  • Grundwasser ist eine Voraussetzung für die Entstehung einer Wasserquelle. Das Wasser kann beim Stauen unter Druck geraten, sodass es von selbst an die Erdoberfläche gelangt. Mitunter müssen Wasserspeicher dafür auch angebohrt werden.
  • Zur Entstehung einer artesischen Quelle kann es kommen, wenn Grundwasser unter Druck steht. Dieser Druck tritt auf, weil sich zwischen zwei wasserundurchlässigen, vertikal verlaufenden Erdschichten Grundwasser eingelagert und unter Spannung gerät. Durch Spalten steigt Grundwasser nach oben. Der Druck sorgt für ein fontänenartiges Austreten.
  • In den Alpen kommt häufig die Fallquelle vor. Bei diesem Quellentyp stürzt Wasser einen Hang hinab, nachdem es aus einer Kluft oder einer Felsspalte ausgetreten ist.
  • Eine sehr typische Wasserquelle ist ein Quellbach. Das nach oben austretende Wasser fließt von der Quelle ab und bildet einen Bach. Mitunter wird er mit der Zeit ein Fluss.

Heiße Thermalquellen haben Ihren Ursprung sogar in großen Tiefen. Hier sorgt das warme Erdinnere für die Temperierung des Wassers. Mit Pumpen lässt sich ein kleinerer natürlicher Quellfluss zu einem wirtschaftlich nutzbaren Zufluss machen.

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