- 31.01.2012 Katharina Reissler
Um sich Entspannungsgeschichten für den Winter auszudenken, gibt es ein paar hilfreiche Vorbereitungen - ganz gleich, ob Sie die Geschichten aufschreiben und dann vorlesen oder ob Sie sie spontan erzählen wollen.
- Kommen Sie selbst zur Ruhe. Wer innerlich noch hektisch und aufgewühlt ist, der wird keine wirklich entspannende Geschichte erfinden können.
- Erzwingen Sie nichts. Gute Ideen kann man nicht gezielt erzeugen. Wer mit Gelassenheit an die Sache herangeht, wird wie von allein ein paar gute Gedanken haben.
- Schaffen Sie eine entspannte Atmosphäre. Gemütliches Licht, bequeme Kleidung und eine warme Tasse Tee helfen dabei.
Erste Ideen für Entspannungsgeschichten finden
Manchmal sind kleine Anregungen nützlich, um den Anfang einer Geschichte zu finden. Jeder Mensch spricht dabei auf unterschiedliche Anreize an. Bewährte Methoden sind:
- Hören Sie Musik, zum Beispiel klassische Musik. Insbesondere die Komponisten des 19. Jahrhunderts haben "erzählende" - und damit auch zu eigenen Erzählungen inspirierende - Musik geschrieben. Ein berühmtes Beispiel dafür ist Smetanas "Moldau".
- Betrachten Sie schöne Fotos oder Gemälde. Sehr gut geeignet sind klassische Landschaftsbilder, aber auch szenische Darstellungen können eine gute Anregung sein - sofern sie nicht zu lebhaft sind.
- Porträts können Anstöße für die Hauptfigur einer Geschichte geben.
Den Winter in die Entspannungsgeschichten einbeziehen
Auch wenn man sich im Winter nach nichts so sehr wie nach Wärme und Sonne sehnt - versuchen Sie nicht, Ihre Geschichte auf einer Karibikinsel spielen zu lassen. Ihre Zuhörer wollen da abgeholt werden, wo sie sind - nämlich im nasskalten europäischen Winter. Es ist aber eine gute Idee, die Zuhörer durch die Entspannungsgeschichten aus der Kälte heraus und in die Wärme zu führen.
- Versuchen Sie nicht, Ihre Zuhörer oder Leser durch eine spannungsreiche Handlung zu fesseln. Entspannender wirken detaillierte Beschreibungen, in die man sich intensiv versenken kann.
- Sie können zum Beispiel beschreiben, wie Ihre Hauptfigur durch einen dunklen Wald läuft und in der Ferne ein warmes Licht leuchten sieht. Sie können erzählen, was der Figur beim Näherkommen alles durch den Kopf geht, welche Erwartungen sie hegt oder wie sich der Lichtschein immer mehr verändert oder heller und größer wird.
- Eine andere Möglichkeit ist es, etwa aus der Perspektive eines von Schnee und Eis bedeckten Schneeglöckchens nachzufühlen, wie die Schneedecke immer dünner wird und schließlich wärmende Sonnenstrahlen die Knospe zum Erblühen bringen.
Ihre Geschichte sollte zwar handlungsarm, aber nicht ganz ohne Handlung sein. Spinnen Sie Ihre Story um eine Hauptfigur - das kann auch ein Tier oder ein Märchenwesen sein - in die sich der Zuhörer gut einfühlen kann. Schildern Sie möglichst genau die Sinneseindrücke und Empfindungen dieser Hauptfigur.