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Entsorgung von Nachtspeicheröfen - so gelingt's

Nachtspeicheröfen gehören zu den elektrischen Speicherheizungen. Die schwächere nächtliche Auslastung des Stromnetzes wird dazu genutzt den Wärmespeicher aufzuheizen. Doch das Heizen mittels Nachtspeicheröfen steht vor dem Aus und die Entsorgung der Altgeräte an.

Ihr Nachtspeicherofen wird zum Gefahrgut.
Ihr Nachtspeicherofen wird zum Gefahrgut.

Nachtspeicheröfen wurden, im Zuge der Klimaschutzmaßnahmen, als ineffizient, klimaschädlich und teuer deklariert und sollen laut Energieeinsparungsgesetz spätestens bis zum Jahr 2015 durch umweltfreundlichere Heizanlagen ertsetzt werden. Die Ansichten über die Richtigkeit und Durchführbarkeit dieses Gesetzes gehen weit auseinander. Fakt ist, es gibt eine ganze Reihe Ausnahmeregelungen bezüglich des Verbotes zum Einsatz von Nachtspeicheröfen und Karenzzeiten zur energetischen Sanierung, die über 2015 hinausgehen.

Die richtige Entsorgung von Nachtspeicheröfen

  • Wer die energetische Sanierung seiner Nachtspeicherheizung vorzieht und durch eine umweltfreundlichere Heizanlage dem Klimawandel entgegenwirken und langfristig Kosten sparen will, steht vor dem Problem der Entsorgung der alten Nachtspeicheröfen.
  • Gerade ältere Modelle können mit Asbest, Chromat und PCB belastet sein. Die Entsorgung über den städtischen Sperrmüll ist damit ausgeschlossen. Solche Geräte müssen nach TRGS 519, den Technischen Regeln für Gefahrstoffe, entsorgt werden. Das bedeutet Sie müssen ein zugelassenes Fachunternehmen beauftragen, das die alten Öfen fachgerecht vor Ort demontiert, verpackt, abtransportiert und regelgerecht entsorgt.
  • Ein Blick ins Internet zeigt Ihnen gleich eine ganze Reihe solcher Unternehmen, die die fachgerechte Entsorgung Ihrer Nachtspeichergeräte anbieten. Die Kosten für die Entsorgung lassen sich spezialisierte Fachfirmen, bei asbestbelasteten Nachtspeicheröfen, mit 1,50 bis 2,50 Euro pro Kilogramm bezahlen. Dabei wiegt ein alter Nachtspeicherofen, je nach Größe, zwischen 200 und 350 kg!
  • Dass die zugelassenen Fachbetriebe die Entsorgungskosten quasi frei erheben können, liegt auf der Hand. Wer seine Nachtspeichergeräte nicht fachgerecht und gemäß TRGS 519 entsorgt und dabei erwischt wird, muss mit einer saftigen Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro (pro Stück) rechnen.
  • Auch wenn Ihr Heizungsinstallateur Ihnen anbietet, im Zuge der Erneuerung Ihrer Heizungsanlage die Nachtspeicher zu demontieren und „mitzunehmen“, sollten Sie vorsichtig sein, wenn es sich nicht gleichzeitig um einen zugelassenen Fachbetrieb für die Gefahrgutentsorgung handelt.
  • Im Ernstfall - auch wenn ein Dritter – die Geräte nicht fachgerecht entsorgt hat, müssen Sie zumindest einen schriftlichen Auftrag beibringen, der Sie entlastet. Eine mündliche Vereinbarung schützt Sie vor der Strafe nicht.

Den Nachweis über die fachgerechte Entsorgung erhalten Sie nur, wenn Sie tatsächlich ein gesetzlich zugelassenes Unternehmen beauftragen, das auch berechtigt ist Ihnen die Entsorgung nach TRGS 519 zu bescheinigen.

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