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Enten - Bruteier richtig behandeln

Wenn Sie sich Enten halten möchten und Ihren Bestand durch eine eigene Aufzucht vergrößern möchten, haben Sie die Möglichkeit, dies mit Bruteiern durchzuführen. Die Behandlung solcher Bruteier ist nicht ganz unkompliziert, es gibt einige wichtige Dinge, die Sie dabei beachten müssen, um zum Erfolg zu kommen.

Bruteier sind zur Zucht geeignetet - befruchtete Eier.
Bruteier sind zur Zucht geeignetet - befruchtete Eier. © Christel_Sieck / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Kühl temperierten Raum
  • relative Luftfeuchtigkeit von 75 %

Generelles über Bruteier

Die Natur hat es so vorgesehen, dass befruchtete Eier, die sogenannten Bruteier, eine Zeit lang ohne Einwirkung von außen aufbewahrt werden können, ohne dass sie irgendeinen Schaden nehmen. Dennoch werden, sobald die Ente begonnen hat, zu brüten, gesunde Küken schlüpfen. So ist sichergestellt, dass alle Eier eines Geleges zur gleichen Zeit ausgebrütet sind, die Küken entsprechend gemeinsam schlüpfen, unabhängig vom Legedatum der Eier. Alle Vögel, nicht nur die Enten, legen ihre Eier nacheinander, es kann mehrere Tage dauern, bis das Gelege vollständig ist.

So behandeln Sie die Bruteier Ihrer Enten

  • Nehmen Sie die Eier und schreiben das Legedatum vorsichtig mit einem Bleistift darauf. Verwenden Sie keine anderen Stifte, denn deren Inhaltsstoffe können die Eischale durchdringen und das Innere schädigen.
  • Legen Sie die Eier in einen gleichmäßig kühl temperierten Raum, die Temperatur darf die 5°-Grenze nicht unterschreiten, da die Enteneier dann ihre Entwicklungsfähigkeit verlieren und es zu Missbildungen kommen wird. Halten Sie die Temperatur konstant in einem Bereich zwischen 8° und 15°.
  • Stellen Sie die Eier in einen Eierkarton auf die spitzen Pole, können Sie diese nur liegend aufbewahren, müssen Sie sie mindestens 2 Mal täglich wenden, damit das Eigelb sich nicht an der Schale festsaugt und verklebt.
  • Achten Sie auf eine hohe "relative Luftfeuchtigkeit" von ca. 75 %, damit die Eischale nicht austrocknet, was wiederum ein Schrumpfen des Eidotters zur Folge hätte.
  • Vermeiden Sie es, die Eier zu waschen, da Sie dann die schützende Ölschicht, die sogenannte Kutikula, mit abwaschen. Diese schützt das Ei vor Austrocknung.
  • Reinheit ist generell für Ihr Brutgelege sehr wichtig. Verschmutzungen können die Poren in der Schale durchdringen und den Eidotter schädigen. Geschädigte Küken wären hier die Folge. Sie sollten Verschmutzungen lieber antrocknen lassen und diese anschließend mit einem Messer vorsichtig abkratzen.
  • Bevor Sie die Eier Ihrer Enten zum Ausbrüten in die Nester schieben, sollten Sie diese zunächst durchleuchten und auf eventuelle Schäden in der Schale kontrollieren. Hat ein Ei auch nur einen sehr geringfügigen Riss, ist es für die Aufzucht nicht mehr geeignet.

Wenn Sie nun die Bruteier Ihren Enten unterschieben möchten, sollten Sie die ältesten Eier als Erstes wählen, damit diese den Entwicklungsrückstand ausgleichen können. Die frischesten lassen Sie einen halben Tag später folgen. So können Sie damit rechnen, dass Ihre Entenküken gleichzeitig schlüpfen werden.

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