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Engelstrompete - Pflege und Vermehrung

Die dekorative Engelstrompete ist ausgesprochen wuchs- und blühfreudig. Ihre Pflege ist problemlos und ihr Duft wird Sie verzaubern.

Die Engelstrompete ist einfach zu vermehren und sehr dekorativ.
Die Engelstrompete ist einfach zu vermehren und sehr dekorativ.

Die Engelstrompete ist ein imposantes Gewächs mit großen, kelchförmigen Blüten in Weiß, Hellgelb oder zartem Rosa. Sie betört durch intensiven Duft und gehört zu den idealen Kübelpflanzen. Fälschlicherweise wird die Engelstrompete häufig als Datura bezeichnet, obwohl sie mit dem Stechapfel genetisch nicht direkt verwandt ist. Dennoch ist die Pflanze in allen Teilen stark giftig, weshalb Sie sie nur mit Gartenhandschuhen anfassen sollten. Haben Sie kleine Kinder oder Haustiere, die gerne an Pflanzen knabbern, ist Vorsicht geboten.

Die Engelstrompete - Standort und Pflege

Wenn Sie eine kleine Engelstrompete in einem engen Plastiktopf gekauft haben, muss sie umgehend umgetopft werden. Nur so wächst die Pflanze rasch und üppig. Der Umfang des Pflanzgefäßes darf ruhig großvolumig sein, auch wenn die kleine Pflanze anfänglich verloren darin wirkt.

Stellen Sie das Pflänzchen nach dem Umtopfen in den Halbschatten. Wenn die unteren Blätter verwelken, schneiden Sie sie bedenkenlos ab. Die Triebspitze bringt umso schneller neues, kräftiges Blattwerk hervor.

Sobald die Brugmansia kräftiger wirkt, stellen Sie sie an einen sonnigen Standort. Die Pflanze wächst schnell und die Blätter nehmen größere Ausmaße an. Aus diesem Grund verdunstet die Pflanze sehr viel Wasser. Besonders wichtig ist ab sofort regelmäßiges Gießen.

Rechnen Sie damit, dass eine große Engelstrompete an heißen Tagen bis zu zwei Mal gegossen werden muss. Da sie zu den Starkzehrern gehört, benötigt sie ausreichend Nährstoffe. Düngen Sie bis Ende August mindestens ein Mal wöchentlich mit herkömmlichem Flüssigdünger, um die Blütenbildung zu fördern. Spätestens ab dem zweiten Jahr ist die Pflanze sehr blühfreudig.

Vermehrung der Brugmansia

Im Normalfall werden Sie Ihre Engelstrompete in der Vegetationsperiode nicht zurückschneiden wollen. Möchten Sie die Pflanze vermehren, müssen Sie dennoch einen kräftigen Zweig aus dem nicht verholzten Bereich opfern.

  1. Steckling abschneiden. Schneiden Sie von einem gut daumendicken, nicht verholzten Ast ein etwa 40 Zentimeter langes Stück ab.
  2. Ins Wasser stellen. Füllen Sie ein Gefäß etwa fünfzehn Zentimeter hoch mit Wasser und stellen Sie den Zweig hinein.
  3. Blätter entfernen. Verkümmern nach ein paar Tagen die Blätter des Ablegers, schneiden Sie sie vorsichtig ab. Nach kurzer Zeit entwickeln sich bereits die ersten Wurzeln.
  4. Ableger einpflanzen. Sind kräftigere Wurzeln zu sehen, pflanzen Sie den Steckling in einen kleinen Topf mit lockerer Erde. Ab sofort sollten Sie diese konstant feucht halten und Staunässe vermeiden.
  5. Standortwahl. Die Jungpflanze sollte nicht in der prallen Sonne, aber auch nicht zu dunkel stehen.
  6. Pflege der Jungpflanze. Die Spitze des Ablegers wird vermutlich weich und verkümmert. Da der Steckling ohnehin nur seitlich austreibt, schneiden Sie verwelkte Teile einfach ab.

Schädlinge erkennen und bekämpfen

Krankheiten sind an Engelstrompeten selten. Schneckenfraß kommt häufiger im Frühjahr vor und betrifft vor allem junge Triebe. Auch Blattläuse sind an Brugmansien eher selten. Ein mäßiger Befall schadet großen Pflanzen nicht.

Ein Befall durch den Dickmaulrüssler ist häufiger. Ihn erkennen Sie an buchtenartigen Fraßspuren entlang der Blattränder. Die Käfer fressen die Blätter an, die Larven die Wurzeln. Der Dickmaulrüssler ist nachtaktiv, weshalb Sie ihn bei Dunkelheit aufspüren und absammeln können. Die Larven bekämpfen Sie mit Nematoden.

Spinnmilben treten vorzugsweise bei großer Trockenheit auf und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Lediglich feinste Spinnweben in den Blattachseln deuten auf den Befall hin. Spinnmilben sollten schnell bekämpft werden, da sie die Blätter regelrecht aussaugen und die Pflanze sehr schwächen.

Hohe Luftfeuchtigkeit vertreibt die saugenden Schädlinge. Einer kleinen Brugmansia stülpen Sie für einige Tage einen Plastiksack über, nachdem Sie sie tropfnass mit Wasser eingesprüht haben. Wichtig ist, dass die luftdicht eingepackte Pflanze im Schatten steht. An einer großen Engelstrompete ist diese Prozedur nicht durchführbar - hier helfen nur geeignete Spritzmittel.

Kübelpflanze überwintern

Vor dem ersten Frost muss die Engelstrompete ins Winterquartier. Überwintern kann sie bei konstant kühlen, frostfreien Temperaturen. Sie benötigt ein Minimum an Tageslicht.

Vor dem Einräumen können Sie die Pflanze radikal zurückschneiden. Sie lösen damit ein mögliches Platzproblem. Außerdem wirft die Brugmansia ohnehin alle Blätter und spät entwickelte Knospen im Winterquartier ab. Blieben diese auf der Topferde liegen, würden Pilzerkrankungen drohen.

Nehmen Sie den Schnitt ein paar Tage vor dem Einräumen vor. So haben die Schnittstellen ausreichend Zeit, an der frischen Luft abzutrocknen. Die Pflanze treibt unterhalb der Schnittstellen im Frühjahr wieder aus. Sie verzweigt stärker, ohne im unteren Bereich zu sehr zu verkahlen.

Gießen Sie im Winterquartier sparsam und kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge. Wurde die Engelstrompete vor dem Einräumen radikal zurückgeschnitten, ist der Befall mit saugenden Schädlingen kaum zu befürchten.

Drohen keine Nachtfröste mehr, kommt die Brugmansia zurück auf die Terrasse. Das ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen. Gönnen Sie der Pflanze ein größeres Gefäß mit ausreichend frischem Substrat unter den „Füßen“. Dünne, spillerige Triebe, die sich im Winterquartier entwickelt haben, schneiden Sie einfach ab.

Ohne aufwendige Pflege entwickelt sich die Engelstrompete Jahr für Jahr zu einem wahren Prachtexemplar. Die robuste Pflanze lässt sich leicht überwintern und vermehren.

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